Mittwoch, 25. Juli 2012

Zitroniges Zitronenmelisse-Wassereis




Hallo Ihr Lieben,
die erste "Ernte" der Zitronenmelisse ist schon länger vorbei und ich habe ja versprochen, Euch zu erzählen, was ich damit gemacht habe.

Zunächst habe ich aus den immerhin vier Handvoll Zitronenmelisse einen Sirup gekocht. Das geschah mehr oder weniger "frei Schnauze". Ich habe 500ml Wasser mit 500g Zucker und dem Saft einer Zitrone gut 15 Minuten kochen lassen. Dann kam die Zitronenmelisse dazu und zog 24 Stunden im Sirup. Danach habe ich die Zitronenmelisse abgeschöpft, den Sirup nochmal aufgekocht und heiß in Marmeladengläser eingeweckt.

Das Eis ist dann "nach Geschmack" entstanden aus einem Marmeladenglas Sirup, Wasser, Zitronensaft, Zitronenzesten und einer Handvoll kleingeschnittener Zitronenmelisse. Nichts besonderes aber einfach erfrischend bei der Hitze. Ist es bei Euch auch so heiß?

Bis bald
Isi

Samstag, 7. Juli 2012

Da bin ich wieder :-)

Hallo meine Lieben,
was habe ich Euch lange vernachlässigt. Also ich war einfach beschäftigt.... und nicht, wie lamiacucina vermutete, auf Lesbos verloren gegangen, sondern einfach nur daheim und entspannt...
Seit meinem letzten Posting habe ich auch ein neues Hobby: das Gärtnern.... Naja, es ist eher das "urbane Gärtnern", denn nach wie vor lebe ich in einer Stadtwohnung, ohne Balkon .... aber wie heißt es so schön: "Platz ist in der kleinsten Hütte" oder eben auf Fensterbrettern. Ich muss schon sagen, das gefällt mir so gut, dass ich Lust auf mehr habe, aber erst mal ein Schritt nach dem anderen.

Also jetzt bitte mal die "echten" Gärtner wegschauen...... hier ist mein ""ganzer" Stolz :-)

Oregano - jetzt muss ich ihn ernten (er blüht)

Chillies


Oregano - Prachtkerze - abgeerntete Zitronenmelisse - klägliche Minze


Und bald ... und damit meine ich echt bald (also nicht erst wieder in 9 Monaten) zeige ich Euch das, was ich aus der ersten Zitronenmelisse-Ernte gemacht habe.

Bis dann  - Isi

Sonntag, 11. September 2011

Lesvos: der Norden

Der Norden ist die meistbesuchteste Region der Insel, unglaublich grün, sehr bergig mit pittoresken Orten.

Unsere erste Station war die Stadt Petra, zu deutsch "Stein". Ein hübsches Örtchen, das seinen Namen deshalb trägt, da sich in der Mitte der sonst flachen Stadt ein riesiger Stein befindet, auf dem - wie sollte es anders sein - eine Kirche steht. Ich mag das sehr, dass die Griechen auch noch auf der kleinsten Stelle, eine Kirche oder ein Kloster unterbringen können.


Vom Felsen aus hat man einen schönen Blick über die Stadt Petra und die Inseln vor der Küste.



In Petra haben wir auch die ersten größeren Touristengruppen gesichtet. Hier gibt es sie, die Cafés mit Engländern und Holländern. Der Norden ist der Favorit der großen Reiseveranstalter, vor allem Molivos,    Petras pittoreskes Nachbarörtchen war nach meinem Reiseführer "die Keimzelle des Fremdenverkehrs" auf Lesvos.

Es ist aber auch wirklich sehr schön dort in Molivos



Wir haben einen stürmischen Tag erwischt mit riesigen Wellen. (Übrigens: Vergesst nicht Badeschuhe mit nach Lésvos zu nehmen, die Kieselstrände sind ganz schön ruppig zu den Füßen).
Zu der Burg führen enge kopfsteinbepflasterte Gassen hinauf. Die Gassen sind mit Rankenpflanzen überdacht und kein Neubau stört das wunderschöne Ensemble.

Von Molivos aus ist es nur ein Katzensprung nach Skala Sikaminéas. Eine enge Straße führt entlang der Berge bis in das kleine Küstenörtchen. Dort im Hafen gibt es schöne Tavernen und eine kleine Kirche, die ein beliebter Ort ist, um zu heiraten.



Unsere letzte Etappe auf Lésvos führte uns nach Taxiárches, der Wallfahrtskirche in der Nähe von Mandámos. Diese Kirche ist dem Erzengel Michael, dem Schutzpatron der Insel, geweiht. Zu Füßen seiner Ikone stehen zahlreiche Schuhe, da der Erzengel auch noch heute zahlreiche Wege über "seine" Insel geht.
Und der Tag endete für uns mit Loukomades, die dort besonders gut waren...


Es war wunderschön auf Lésvos. Vielen Dank liebe M. für die großartige Inselführung. Wir kommen wieder :-)

Sonntag, 21. August 2011

Wüste und Vulkane - der Westen Lesvos

Wenn man von der Inselmitte nach Westen fährt, ändert sich die Vegetation von Kilometer zu Kilometer. Die grünen Olivenhaine verschwinden und bald ist die Landschaft kahl, erodiert und bestimmt von wenigen braunen Farben.


Der Westen der Insel Lesvos ist eine Vulkanlandschaft, gezeichnet von vulkanischen Ausbrüchen, die im Tertiär das Gebiet mit einem meterhohen Ascheregen überzogen. Eine spektakuläre Landschaft mit einer Kuriosität: Der "Versteinerte Wald" besteht aus den Resten von Mammutbäumen, die vor Jahrmillionen noch weite Flächen der Insel bedeckten. Den Besuch sollte man am besten früh einplanen, da sich die Stämme in einer schattenlosen Felslandschaft befinden mit Temperaturen, die mittags enorm hoch sein können. Die vielen Farben der Stämme, die teilweise einen Umfang von 8m haben, reichen von gelb über rot, grün bis zum tiefen schwarz.



Ebenso beeindruckend ist das Naturhistorische Museum in Sigri, der nächst größeren Stadt ganz im Westen der Insel. Sehr modern dokumentiert es die geologischen Besonderheiten des ägäischen Raumen und der Erde im allgemeinen. Viele Fundstücke aus dem Versteinerten Wald kann man sich auch dort anschauen, falls es "im Wald" zu heiß sein sollte, auch versteinerte Blätter und sogar einen Wurm soll es dort geben, den hab ich aber verpasst...

Sigri
Auf halbem Weg zwischen Sigri und Scala Eressou befindet sich noch dieser markante Kegel. Es ist der erloschene Gipfel des Vulkanes Ordymnos auf dem ganz oben ein uraltes Kloster thront. 


Das kleine Museum des Klosters beherbergt viele Schätze und es öffnet sich einem ein grandioser Blick auf die Vulkanlandschaft


Hier gab es auch die süßesten Babykatzen....die ließen sich gar nicht stören:


Nach so viel Informationen muss man unbedingt mal abkühlen. Die Fahrt von Sigri nach Süden hat mir besonders gefallen, da die Landschaft von interessanten satten Brauntönen bestimmt sind. Scala Eressou mit seinen vielen Strandbars ist quirlig und hat einen traumhaften Strand mit dunklem Sand-Kiesel-Gemisch. Dort haben wir sensationell gegessen und genossen den wunderbaren Blick auf das Meer und das Essen von morgen :-)


Der letzte Teil führt dann bald  noch in den Norden der Insel Lesvos.

Dienstag, 9. August 2011

Fava und Lésvos - die Inselmitte

Auf Lésvos habe ich auch besonders gute Fava gegessen. Das sind eigentlich gelbe Erbsen aus Santorin, die gerne als Püree oder Suppe zubereitet werden. Susa importiert sie aus Griechenland, zwischen Socken und Kulturbeutel im Koffer. Sorry, da hatte ich was anderes (psst!), da war kein Platz mehr. Und deshalb musste ich das mit deutschen gelben Erbsen nachkochen. Okay....völliger Kulturbruch, sorry Ihr Griechen.


Ich habe daraus ein Püree gemacht, d.h. dass die gekochten Erbsen in der Küchenmaschine gemeinsam mit Salz, Öl und etwas Kochwasser püriert werden. Danach wird das Püree mit Zwiebeln, Zitronensaft und Öl angerichtet. Dazu braucht man dann nur noch Unmassen leckeres knuspriges Brot.... Superlecker  :-)

Aber zurück zu Lésvos, heute komme ich zur Inselmitte. Die ist ein Eldorado für Vogelliebhaber und bestimmt vom flach abfallenden Golf von Kalloní. Scala Kalloni ist ein guter Ort, um zu übernachten, da man sich von dort aus alle Regionen der Insel gut erschließen kann. Außerdem gibt es dort ein reges, nettes Nachtleben praktisch ohne Touristen; einfach nur "real life".

Eine Spezialität am Golf von Kalloni sind sardeles pastes. Das sind am Morgen dort gefangene Sardinen, die am Boot gesalzen und am Abend gehäutet serviert werden. Also eine Art levosisches Sushi. Das schmeckt total lecker. Man muss die kleinen Sardeles am Schwanz packen und dann langsam auseinanderziehen, dann löst sich die Gräte von einer Seite und man hat ein Filet in der einen Hand. Dann popelt man noch die Gräte von der anderen Seite ab und fertig. Die beste Zeit Sardeles zu essen ist im Juli und August, da sie dann die richtige Größe haben, um innerhalb eines Tages fertig zu sein und die Frische sehr wichtig ist. Viele Restaurants machen sie selbst und die besten habe ich direkt am Golf von Kalloni gegessen in einem kleinen Restaurant ungefähr beim Antiken Pyrra. Leider habe ich vergessen, ein Bild davon zu machen. Liebe M., wenn Du Sardeles isst, dann denke doch an mich, fotografiere sie und schicke mir ein Bild :-)

Sooo, was verbirgt sich wohl hinter diesen ganzen Verbotsschildern?


Alcatraz? Pentagon? Naaa?
Es ist eine meiner nettesten Erfahrungen auf der Insel: die heißen Quellen von Políchnitos. Circa 90° heiß, im Becken dann nur noch so ungefähr zwischen 42° und 44°C . Es sind die heißesten von Europa, geht also gerade so...für allerhöchstens 10 min, dann aber auch nur ohne Herzschrittmacher :-)


Also ich brachte es auf 5-6 Minuten, danach fühlte ich mich wie ein Hummer, war aber völlig tiefenentspannt. Ein tolles Erlebnis... Sehr zu empfehlen ist die hausgemachte Zitronenlimonade im Garten der heißen Quellen. Wenn es einen perfekten Tag gibt, dann endet er so, so war das jedenfalls bei mir.

Bald geht es zu den Vulkanen auf Lésvos...
Und hier ist der Link zum ersten Teil : Mytiliní
Und der Link zum zweiten Teil: Ist Ouzo eingentlich Schnaps? Der Süden....