Dienstag, 30. Juni 2009

Parfait mit schwarzen Johannisbeeren


Fast hätte ich es ja vergessen :-), aber dann fiel es mir zum Glück wieder ein: Ich wollte in diesem Sommer ja mehr schwarze Johannisbeeren essen. Und jetzt lachten mir die ersten auf dem Markt entgegen und schwupps - schon landeten sie im Korb. Zum Glück, denn das letzte Feinschmecker-Magazin enthielt da so ein Rezept für ein Parfait mit schwarzen Johannisbeeren. Es schmeckte übrigens himmlisch, so lecker kann Vorbeugung sein....
Für die Cassissauce 200g schwarze Johannisbeeren, 80g Zucker und 50 ml Rotwein in einem Topf zum kochen bringen, pürieren, durch ein feines Sieb streichen und kalt stellen.
Für das Parfait 65g Zucker, 1 Eigelb und 1 Ei in einer Rührschüssel auf dem heißen Wasserbad schaumig schlagen bis die Masse andickt. Schüssel in kaltes Wasser setzen und solange weiterschlagen bis die Masse abgekühlt ist. 200ml Sahne steif schlagen und vorsichtig unter die Masse heben. 3/4 der Sauce unter die Masse ziehen. Möglichst wenig rühren, dann gelingt die Marmorierung schön. Das Parfait in eine kleine Terrinenform füllen und ins Eisfach stellen. Gemeinsam mit der restlichen Sauce auf Teller anrichten.

Montag, 29. Juni 2009

Jakobsmuschel mit Safransauce


Dieses Gericht entstand im Rahmen meines 5-Gang Menüs zu Ostern. Die Safransauce war sehr lecker aber auch kräftig. Sie passt gut zu auf der Haut gebratenem Fisch oder eben zu Muscheln. Dazu gab es eine kleine Portion Lauchgemüse und Baguette. Leider ist mir im Eifer des Gefechts nicht aufgefallen, dass ein Lauchkringel schon etwas gut gebräunt war...

Safransauce
2 TL Puderzucker
150ml Weißwein
1 Lorbeerblatt
5 Pfefferkörner
125 ml Gemüsebrühe
1 Döschen Safranfäden
½ TL geriebene Zitronenschale
1 Knoblauchzehe
100g Sahne
2 EL kalte Butter
Salz
Cayennepfeffer

Den Puderzucker bei mittlerer Hitze hell karamellisieren, mit Weißwein ablöschen und auf ein Drittel einkochen lassen. Lorbeer, Pfefferkörner, Knoblauchzehe (im Ganzen oder halbiert) und Brühe hinzugeben und erneut auf ein Drittel einkochen lassen. Lorbeer, Pfefferkörner und Knoblauch entfernen.
Safran und Zitronenschale dazugeben und einige Minuten ziehen lassen. Die Sahne und die Butter untermixen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Servieren die Sauce nochmals aufmixen, damit sie schaumig wird.

Freitag, 26. Juni 2009

Balsamico - Honig - Senf

Dieser Senf ist nicht soooo scharf und passt sowohl zu Fleisch wie zu Käse. Tipps zur Senfherstellung könnt ihr hier finden.


150 g gelben Senf und 50 g braunen Senf in der Kaffeemühle portionsweise möglichst fein mahlen. Senfmehl mit 300 ml Aceto Balsamico, 100 ml Wasser, 80 g Honig und 4 TL Salz zu einer homogenen Masse vermengen. Die Masse kann auch mit dem Zauberstab noch etwas breiiger gemacht werden. Den Senf offen über Nacht stehen lassen, dann in Gläser abfüllen und ca. 4 Wochen reifen lassen.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Senf selbst herstellen

Senf selbst herzustellen ist nicht sehr schwierig. Bei Chefkoch gibt es einen großen Kreis von Usern, die regelmäßig senften und die gerne ihre Erfahrungen weitergeben. Dort habe ich sehr viel darüber gelernt. Das einzige, was man braucht ist eine Kaffeemühle, mit der die Senfkörner zu Senfmehl zerkleinert werden können. Ich benutze dafür eine kleine alte Kaffeemühle mit Schlagwerk, die das sehr gut macht.



Folgendes ist zu beachten:

1. Je höher der Anteil brauner Senf, desto schärfer wird der Senf. Wenn man da etwas empfindlich ist, kann man auch nur gelbe Senfsaat verwenden.



2. Das Senfmehl sollte beim Mahlen nicht zu warm werden. Deshalb ist es vielleicht ganz gut ein paar Pausen beim Mahlen einzulegen. Das Senfmehl beinhaltet noch alle Schalen und Hülsen, was den Senf gröber werden lässt. Ich mag das gerne so, aber das Mehl kann selbstverständlich noch gesiebt werden, dann wird der Senf feiner.



3. Jetzt wird das Senfmehl mit den restlichen Zutaten verrührt. Das können z.B. Essig, Fruchtsäfte, Nüsse, Honig, Fruchtmark etc. sein.

4. Senf muss nach dem Ansetzen fermentieren. Zum Fermentieren wird der Senf bei Raumtemperatur in einer Schüssel 12 - 24 Stunden offen stehen gelassen, dabei gelegentlich umrühren. Erst jetzt fängt der Senf an nach Senf zu riechen und entwickelt Schärfe. Bitte nicht zu ungeduldig sein. Zu Beginn ist der Senf noch sehr flüssig, er dickt aber in den ersten Stunden ein.

5. Nach dem Fermentieren schmeckt der Senf meist noch nicht, denn er muss erst reifen. Zum Reifen den Senf in saubere Twist-Off Gläser oder Gläschen füllen, verschließen und etikettieren. Nach 2-4 Wochen hat der Senf seinen Geschmack und seine Schärfe ausgebildet und kann verzehrt werden.

Dienstag, 23. Juni 2009

Spätburgunder Rotsekt Brut


Bei der letzten Weinprobe, die wir besuchten, lernten wir diesen tollen Spätburgundersekt des Wein- und Sektgutes Barth aus Hattenheim im Rheingau kennen. Wir waren sehr angetan, obwohl wir keine ausgewiesenen Sektliebhaber sind und bei rotem Sekt wegen früherer schlechter Erfahrungen doppelt vorsichtig sind.
Aber hier bekamen wir einen tollen trockenen Sekt, nach der klassischen Champagnermethode versektet, mit harmonischer Perlage, feiner Erdbeernote und schönen, leichten Tanninen. Wunderbar!

Montag, 22. Juni 2009

Ausgschdraafda

Nein, das ist keine Spezialität aus Pakistan, sondern aus Franken. Ich kenne sie eigentlich nur aus Kulmbach, aber - wer weiß - vielleicht gibt es das ja auch noch woanders. In Kulmbach spricht sie sich genauso aus wie oben geschrieben. Es handelt sich dabei um rohes Bratwurstbrät, das aus der Pelle herausgedrückt (ausgschdraafd) wird. Dann wird die rohe Masse mit Zwiebeln (Zwiefela), Salz, Pfeffer und Paprika abgeschmeckt, auf Fränkisches Bauernbrot gestrichen und gegessen. Das schmeckt unheimlich lecker. Selbstverständlich müssen die Bratwürste sehr frisch sein. Es eignen sich dazu nur Bratwürste, deren Brät extrem fein ist, dann schmeckt es am besten, am allerbesten natürlich mit Kulmbacher Bratwürsten :-)). Also, wenn Ihr mal in der Nähe seid, dann besorgt Euch welche...

Donnerstag, 18. Juni 2009

Saltimbocca

Eines der Lieblingsessen meines Nachwuchses ist Saltimbocca. Könnte ein Familienerbe sein, da das früher auch eine meiner Leibspeisen war. Immer wenn ich schöne Kalbsschnitzel sehe, komme auch ich nicht darum herum.


Hier sehr Ihr, dass ich die Schnitzel mit Schinken und Salbei belege, dann zuklappe und alles mit Zahnstochern feststecke. Ich brate sie ganz kurz in der Pfanne von beiden Seiten in Butter und Olivenöl an, würze mit Salz und Pfeffer und halte sie dann noch kurz im Ofen bei geringer Hitze warm. Den Bratensatz lösche ich mit etwas Marsala und Brühe ab, lasse die Sauce kurz einkochen und montiere sie noch mit etwas Butter.

Dazu gab es (diesmal) karamellisierte Möhrchen und Kartoffelpüree.


Mittwoch, 17. Juni 2009

Kartoffelsuppe mit Minze-Mandel-Pesto

Am Wochenanfang gibt es bei uns oft traditionelle Pestotage. Samstags auf dem Markt kann ich einfach nicht nein sagen zur großen Auswahl an Kräutern und deshalb bleiben mir meist viele, viele Kräuter über. Gestern machte ich ein Minzepesto mit Mandeln. Das gab es in einer Kartoffelsuppe.

Für die Kartoffelsuppe eine klein geschnittene Zwiebel in etwas Olivenöl anschwitzen, 1 kg klein geschnittene Kartoffeln dazugeben und kurz andünsten. Mit etwas Weißwein ablöschen und mit gut 1 l Gemüsebrühe auffüllen. 25 min köcheln lassen, pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. 4 Scheiben Serranoschinken in einer Pfanne knusprig auslassen.
Für das Minze-Mandel-Pesto Minze, 1 Zehe Knoblauch, geriebenen Parmesan, gehackte Mandeln und Olivenöl in einen Mixer geben und mixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Kartoffelsuppe in Tellern anrichten, je 1-2 EL Pesto darauf geben. Den Serranoschinken grob zerteilen und darüber geben.

Dienstag, 16. Juni 2009

Salz mit getrockneten Tomaten

Zur Zeit habe ich ein besonderes Faible für Salz. Steph machte ja schon so ein tolles Balsamicosalz, da dachte ich mir, das muss doch auch mit Tomaten funktionieren. Es lässt sich ja auch aus frischen Tomaten einen ganz konzentrierter Sirup kochen, den man dann mit grobem Meersalz vermischen kann. Oder man mixt Meersalzkörner gleich mit getrockneten Tomaten. Davon versprach ich mir ein besonders intensives Aroma, deshalb fiel meine Wahl auf die zweite Variante. Ich nahm 50g getrocknete Tomaten und 50g grobes Meersalz


Das zerkleinerte ich grob in einem Mixer und ließ es dann mindestens 1 Std. ausgebreitet im Backofen ausgebreitet bei ca. 50° C trocknen.

Dann wieder in den Mixer geben und mahlen. Wieder ausbreiten und im Backofen weiter trocknen lassen u.s.w. Dieser Vorgang dauerte bei mir ca. 4 Std. insgesamt. Je trockener die Tomate ist, desto feiner lässt sich das Salz vermahlen. Ich wünschte mir ein mittelgrobes Salz, das jetzt so ausschaut:


Das Ergebnis gefällt mir: ein aromatisches, fruchtiges Tomatensalz, das ich mir gut auf Tomate-Mozzarella, Pizza, Suppen, Fleisch und Gemüse vorstellen kann. Ich werde auf jeden Fall weiter experimentieren, vielleicht probiere ich es doch mal mit Tomatensirup und außerdem habe ich ein Fruchtsalz - vielleicht mit Johannisbeeren - in Planung.

Samstag, 13. Juni 2009

Thaicurry mit Hühnchen und Auberginen

Da die ganze Familie "Spici" gerne spici isst, Sauce liebt und Reis toll findet, gibt es bei uns relativ häufig Thai-Currys. Dieses Rezept koche ich schon seit Jahren gerne. Es ist sehr lecker, einfach, schnell gemacht und schmurgelt ganz alleine vor sich hin

4 Hühnerschenkel
250 ml Kokosmilch
125 ml Hühnerbrühe
2 EL rote Currypaste
1 TL geriebener Ingwer
1 gepresste Knoblauchzehe
etwas Zitronengras
2 EL Fischsauce
3-4 Limettenblätter
1-2 rote Chilis
1 Aubergine
Thaibasilikum
event. Zitronensaft zum Abschmecken

Die Kokosmilch in einem Topf aufkochen, dann Hühnerbrühe, Currypaste, Ingwer, Knoblauch, Zitronengras und Fischsauce einrühren. Fünf Minuten köcheln, bis eine angenehm dicke rote, sehr aromatische Sauce entstanden ist. Die Hühnerstücke in dieser würzigen Sauce sanft eine halbe Stunde schmoren. Ich ziehe bei Schmorgerichten immer vorher die Haut ab und lasse diese in einer Pfanne knusprig aus. So hat man ein schönes aromatisches Bratfett und leckere knusprige Hähnchenhautstücke. Auch die Auberginen in zwei Zentimeter große Würfel schneiden und etwa 15 Minuten lang mitkochen. Zum Schluss die Limettenblätter in feinen Streifen und entkernte, gewürfelte Chilis sowie Basilikumblätter in den Curry rühren und eventuell mit Zitronensaft abschmecken. Dazu gibt es bei uns Jasminreis.

Freitag, 12. Juni 2009

Getestet: Tomatenmole


Gestern konnte ich nicht widerstehen und habe mir die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Lust auf Genuss“ gekauft. In den letzten Monaten fand ich sie nicht mehr so gut wie früher. Aber das Thema „Tomaten“ interessierte mich, beim Durchblättern fielen mir dann doch einige schöne Rezepte auf und ich beschloss für mich, dass der zwischenzeitliche „Hänger“ erst mal überwunden zu sein scheint. Gleich nachgekocht habe ich die „Tomatenmole“:


250g Tomaten
4 rote Chilischoten
1 EL Sesamsamen
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
50g Taco-Chips
2 EL geröstete Erdnüsse
2 EL Sultaninen
50 mg Schweineschmalz
40g Bitterschokolade
100ml Hühnerbrühe
Zimt

Tomaten waschen, putzen, würfeln und durch ein feines Sieb streichen. Chilischoten putzen, entkernen und fein hacken. Sesam und Chilikerne in einer Pfanne anrösten.
Zwiebel und Knoblauch abziehen und fein würfeln. Taco-Chips zerstoßen und Erdnüsse grob hacken. Sultaninen im Sieb abbrausen und abtropfen lassen.
Schweineschmalz erhitzen und Chilis, Sesam, Zwiebel, Knoblauch, Taco-Chips, Erdnüsse und Sultaninen darin 5 Min andünsten. Masse etwas abkühlen lassen. Schokolade reiben und darin schmelzen. Alles mit Brühe und Tomaten im Mixer pürieren und mit einer Prise Zimt abschmecken. Püree 20 Minuten kochen bis sich alle Zutaten verbunden haben. Falls nötig noch etwas Brühe zugeben. Die Sauce sollte eine sämige Konsistenz haben.

Folgendes musste ich abwandeln: ich nahm Olivenöl statt Schweineschmalz und habe auf die Chilikerne verzichtet und nur 2 Chilischoten genommen, da bei uns auch noch Kinder mitessen möchten. Außerdem briet ich die Tomaten kurz in Olivenöl an, da jedenfalls meine rohen Tomaten unkooperativ sind, wenn sie durch ein feines Sieb gedrückt werden sollen.
Werde ich die Mole noch mal machen? Es schmeckte gut, war aber nicht gerade wenig Arbeit. Über die Farbe möchte ich nicht mit Euch sprechen… Falls es ein nächstes Mal gibt, werde ich etwas mehr Tomaten nehmen und die Schokolade reduzieren, da sie sehr dominant war. Vielleicht klappt es dann ja auch mit der Farbe!

Mittwoch, 10. Juni 2009

Variationen von Bohnenpüree :-)

Ausgelöst durch spontanen, anspruchsvollen Snackbesuch und angeregt durch einen Kommentar von Eline in meinem Pimientos-Post gab es gestern einen Notfall-Snack. Ich hatte einfach nichts ansprechendes mehr im Haus, außer ein paar Resten und so entstanden:

Geröstete Olivencrostini mit Bohnenpüree, Pimientos gefüllt mit Bohnenpüree und Blätterteigschweineöhrchen - ja! genau - gefüllt mit Bohnenpüree. Gourmetmäßig nenne ich das jetzt mal Variationen von Bohnenpüree.


Für das Bohnenpüree pürierte ich den Inhalt einer kleinen Dose Cannellinibohnen gemeinsam mit 2 gepressten Knoblauchzehen, die ich kurz in Rosmarin-Olivenöl anbriet, 1-2 EL Olivenöl und etwas Chili. Das schmeckte ich dann mit Salz, Pfeffer und einer Spur Kreuzkümmel ab.
Die Olivenbaguettescheiben kurz im Backofen rösten. Das Bohnenpüree darauf streichen, mit etwas Rosmarin und schwarzem Hawaiisalz bestreuen und mit Olivenöl beträufeln.
Die Pimientos mit dem Bohnenpüree füllen und gut 10 Minuten im Backofen rösten.
Den Blätterteig mit dem Bohnenpüree bestreichen und mit etwas klein geschnittenen Rosmarin und Pfeffer bestreuen. Dann zu Schweineöhrchen rollen und im Backofen ca. 15 Minuten backen.
Wir waren sehr begeistert, uns schmeckte es sehr gut. In dieser Form ist das natürlich nur etwas für Bohnenpüree-Fans, kann aber selbstverständlich auch innerhalb einer größeren Mezzeauswahl serviert werden. Vor allem die kleinen gefüllten Paprika waren sehr gut, da sich das warme, samtige Püree mit den etwas scharfen Paprika optimal verband.

Dienstag, 9. Juni 2009

Fischsuppe mit Fenchel, Safran und Pernod

Letztens kochte ich mal wieder eines meiner Lieblingsrezepte, das wunderbar vorzubereiten ist. Einmal vorbereitet, könnt Ihr sie - völlig stressfrei - in ein Menü einbauen oder natürlich auch als kleines Gericht alleine genießen. Wenn es losgehen soll, muss nur noch der Fisch in der heißen Suppe garziehen. Sie hat einen ganz feinen Fenchelgeschmack, das schätze ich mittlerweile sehr. Früher hätte man mich damit jagen können. Frisch geröstetes Weißbrot und ein Chardonnay vom Weingut Pfeffingen passen dazu perfekt. Die Menge ist für 2 Personen als kleines Gericht oder für 4 Personen als Suppe innerhalb eines Menüs berechnet.


Fischsuppe mit Fenchel, Safran und Pernod
500 ml Fischfond
350 ml Weißwein
1 gehackte Zwiebel
1 gewürfeltes Suppengrün
3 Gewürznelken
3 Wacholderbeeren
½ TL Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt
½ TL Fenchelsamen, gemörsert
1 Fenchelknolle
1 große Kartoffel
250 ml Gemüsebrühe
etwas Butter
½ TL Safran
3 EL Pernod
200 ml Sahne
400g Fischfilet (Lachs, Barsch...)
Salz und Pfeffer

Den Fischfond mit Weißwein, Zwiebel, Suppengrün, Nelken, Wacholderbeeren, Pfeffer, Lorbeerblatt und Fenchelsamen aufkochen lassen und ca. 15 Minuten lang auf die Hälfte einkochen lassen. Danach die Brühe durch ein Sieb abgießen.
Den Fenchel klein schneiden und in etwas Butter anbraten. Nach ein paar Minuten mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die klein geschnittene mehlige Kartoffel dazu geben und alles zusammen ca. 15 Minuten leicht köcheln lassen. Danach pürieren und durch ein Sieb zu der Fischbrühe streichen.
Dann Safran, Sahne und Pernod in die Fischbrühe rühren. Die Suppe noch einmal aufkochen und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Das Fischfilet in größere Stücke schneiden und ca. 3 Minuten in der Suppe sanft mitkochen lassen.
Die Suppe in Teller geben und mit etwas klein geschnittenem Fenchelgrün bestreuen.

Sonntag, 7. Juni 2009

Korianderpesto mit Pinienkernen

Viele meiner Bekannten empfinden den Geschmack frischer Korianderblätter als regelrecht abstossend. Also mir geht das gar nicht so, ich liebe das. Im Sommer, wenn die Stände unseres Marktes voll sind mit großen Wannen, in denen Koriander und andere frische Kräuter angeboten werden, habe ich ständig Appetit danach. Da Korianderblätter sehr empfindlich und - ohne größeren Geschmacksverlust - nur schwer lagerbar sind, mache ich mir gerne Pestos daraus. Zu meinen Favoriten gehört zur Zeit Korianderpesto mit Pinienkernen, das aus gerösteten Pinienkernen, Koriandersamen, etwas Chilli, grobem Meersalz, neutralem Öl und natürlich Korianderblättern gemixt wird. Es passt wunderbar zu gegrilltem Gemüse, zu Fisch oder Fleisch, aber es kann auch einfach nur dünn auf einem Käsebrot verstrichen werden.


Abgefüllt in ein Glas und mit einem neutralen Öl bedeckt, hält es auch gut 2 Wochen im Kühlschrank.

Samstag, 6. Juni 2009

Erdbeereis mit Marzipanplätzchen




Draußen ist es - jedenfalls bei uns - eher herbstlich, dazu plätschert ein dezenter Nieselregen und mich gelüstet es jetzt einfach nach Eis, vor allem nach Erdbeereis. Nun bin ich außerdem seit ein paar Wochen im Besitz einer Eismaschine und die kann ja nicht nur so herumstehen.

Erdbeereis
400 g Erdbeeren, pürieren und mit
4 EL Zitronensaft
3 EL Puderzucker
250 g Schmand vermischen
Die Masse in der Eismaschine gefrieren lassen.

Marzipanplätzchen
100g Rohmarzipan, zerbröckeln und mit
1 Ei
1 Eigelb
50g Mehl
100g Creme fraiche
2 EL Milch verrühren; Durch ein Sieb streichen (wegen eventueller Klümpchen) und mit
3 EL Zucker süßen
Den Backofen auf 180° vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. In einen Servierring (18 cm) 2 EL Teig geben und verteilen. Daraus eine glatte Fläche streichen. Dann den Servierring entfernen. Die Teigkreise im Backofen ca. 10 min backen. Das Backblech heraus nehmen und die Kreise mit einer Palette anheben. Wenn man geschickt ist, dann kann man die Plätzchen auch auf ein Glas stülpen, leicht andrücken und zu einem Körbchen formen.

Ich hoffe, das schmeckt Euch so wie uns...

Donnerstag, 4. Juni 2009

Pimientos de Patrón

Heute hatte ich das Glück, dass ich in unserem Supermarkt kleine spanische Bratpaprika erspähte. Seit einigen Monaten finde ich sie dort in unregelmäßigen Abständen und freue mich jedesmal sehr darüber.


Sie werden einfach nur im ganzen gewaschen und danach in reichlich Olivenöl ein paar Minuten in der Pfanne gebraten oder auch frittiert. Zum Schluß ein sehr gutes Salz (z.B. mallorquinisches Flor de sal) darüber geben und genießen. Köstlich! Wir lieben das als Tapa oder auch als Beilage zu kurzgebratenem Fleisch. Das Essen der kleinen Paprikas ist recht spannend. Mal sind sie ganz mild und urplötzlich ist ein höllisch scharfes Exemplar darunter. Probiert es mal aus... Hier seht Ihr, wie ich sie mag:


Mittwoch, 3. Juni 2009

Damals...

Während meines Studiums jobbte ich in der angesagtesten italienischen Studentenkneipe der ganzen Stadt. Natürlich nicht im Service, nein in der Küche. Vier Jahre lang war das 2-3 Mal die Woche Italien pur mit allen Sinnen. Dort lernte ich nicht nur kochen, sondern auch die schönsten italienischen Schimpfworte und alles über die besten Fußballer der Welt. Das größte technische Gerät in der sonst winzigen Küche war ein riesiger Fernseher, der über allen schwebte und mich - ob ich es nun wollte oder nicht - in die Welt von Roberto Baggio & Co. einführte. Kulinarisch ziehe ich noch heute den Hut vor Alfredo, nie habe ich irgendwo anders bessere Pasta gegessen. Sein Geheimnis war vielleicht, dem Gast das Gefühl zu geben, nach Hause gekommen zu sein. Fast jeder war namentlich bekannt und die Liebe zu seinen Gästen war nicht aufgesetzt, sondern kam aus vollem Herzen. Ich liebe es immer noch, dort zu essen. Die Tische sind genauso abgewetzt wie früher, die Auswahl der Gerichte ist fast unverändert und auch Alfredos Leidenschaft einfache, bodenständige italienische Gerichte zu kochen, ist ungebrochen. Zu meinen Favoriten gehörte damals

Pappardelle mit Speck und getrüffelten Pilzen

50 g getrocknete Champignons in 50 ml gutem Trüffelöl einlegen und mindestens 3 Tage durchziehen lassen. (So versuche ich mir zu helfen. Alfredo bekam von seinem Großhändler schon bereits eingelegte Trüffelpilze, allerdings habe ich die bisher nirgends finden können.)
Eine Handvoll Speckwürfel in einer Pfanne anbraten; Pilze aus dem Trüffelöl entnehmen und mit einer gepressten Knoblauchzehe, einer Handvoll Petersilie und einer großzügigen Portion Trüffelöl zu den Speckwürfeln geben. Kurz mitbraten lassen, dann alles mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen. Eine große Kelle Tomatensauce und ein Glas Sahne dazugeben. Circa 10 min köcheln lassen, dann abschmecken. Pappardelle in den Topf zu der Sauce geben und mit einer Handvoll Parmesan und der Sauce verrühren. Auf Teller geben und mit Parmesan bestreuen.

Dienstag, 2. Juni 2009

Wer mag denn sonst noch Auberginen?


Ich liebe Auberginen. Leider kenne ich kaum jemanden, der meine Leidenschaft teilt. Gut, sie hat einen zurückhaltenden Geschmack, aber mit Olivenöl, Tomaten, Knoblauch, Pinienkernen und Gewürzen geht sie doch die wunderbarsten Liaisons ein. Ein echter Teamplayer sozusagen...
Als meine Freundin vor kurzem zu einem kleinen spontanen Grillabend einlud, juckte es mir mal wieder in den Fingern, etwas mit Auberginen zu "kreieren". Und das kam dabei heraus...


Kichererbsensalat mit Auberginen und Pinienkernen

1 kl. Dose Kichererbsen
getrocknete Tomaten, klein schneiden
1 Aubergine, würfeln, salzen, abtupfen und dann in der Pfanne rösten
Pinienkerne nach Geschmack, in der Pfanne rösten
Koriander, klein geschnitten
frisch gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Sambal Oelek
1 Zehe Knoblauch
Olivenöl
1 Zitrone
Salz und Pfeffer

Kichererbsen in einem Sieb abtropfen lassen und gut abspülen. In einer Schüssel die Kichererbsen, getrocknete Tomaten, die Aubergine und die Petersilie vermischen. Etwas Schale der Bio-Zitrone dazu reiben.
Die Zitrone danach aufschneiden und auspressen. Öl, 2-3 EL Zitronensaft und Knoblauch zu einem Dressing vermischen. Unter den Salat mischen und diesen dann mit Sambal, Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer abschmecken. Den Salat mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Danach eventuell noch mal nachwürzen.