Montag, 31. August 2009

In der letzten Minute: 2 Snacks für die Party

Manchmal ist halt erst in der letzten Minute Zeit, die versprochenen kleinen Snack-Mitbringsel für die Party zu machen. Da schafft man dann eben keine Pfannkuchenröllchen mit Räucherlachs mehr und anderes Schi Schi. Aber diese zwei kleinen Snacks, die klappen auch noch auf dem letzten Drücker. Sie sind schnell gemacht, gut transportierbar und schmecken allen gut.


Pizzaschnecken
1 Rolle Pizzateig (wenn mehr Zeit ist, dann natürlich selbstgemachter Teig)
6 getrocknete Tomaten
3 Sardellenfilets
Basilikum nach Geschmack
1 frische Chili
5-6 EL passierte Tomaten
Salz
Parmesan

Pizzateig ausrollen. Getrocknete Tomaten, Sardellen, Chili und Basilikum kleinschneiden und mit den passierten Tomaten vermischen. Diese Mischung auf dem Pizzateig verteilen und am besten oben einen kleinen Rand freilassen. Salzen und mit Parmesan bestreuen. Jetzt die Pizza auf der langen Seite von unten nach oben einrollen. Am besten ist es, wenn einen nicht die Zeit drängt und man die Rolle ca. 30-40 Minuten ins Gefrierfach legen kann, dann ist das Schneiden nachher viel leichter. Die Rolle in ca. 1,5 cm breite Scheiben schneiden und diese dann auf ein Backblech legen. Das muss nicht sehr akurat sein, das verbäckt sich schon zu netten Schnecken. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C ca. 15 Min backen bis die Schnecken leicht gebräunt sind.

Das Rezept kann leicht abgewandelt werden, z.B. mit etwas Thunfisch oder mit Creme fraiche und Räucherspeck.


Filo-Schinken-Röllchen
5 Blätter Filoteig
mind. 20 Scheiben luftgetrockneter Schinken (je nach Größe)
2 EL Butter
1-2 TL Dijon-Senf

Die Butter schmelzen und mit dem Senf verrühren. Ein Blatt Filoteig mit der Butter bestreichen.










Dann das Blatt vierteln und mindestens eine Scheibe Schinken auf jedes Viertel Blatt legen (das kommt auf die Größe des Schinkens an).










Filoblatt schräg aufrollen (an einer Spitze beginnen). Außen auch etwas mit der Senfbutter bestreichen und auf ein Backblach legen. So mit allen Filoblättern verfahren. Die Teigröllchen im vorgeheizten Backofen bei ca. 180°C 4-5 Minuten backen. Die Röllchen schmecken lauwarm und kalt.

Freitag, 28. August 2009

Rote Bete mit Skordalia - oder umgekehrt?

Eline hatte schon die ersten Rote Beete gesichtet und jetzt liefen sie mir auch über den Weg. Ich bin eigentlich kein übermäßiger Fan dieses Gemüses. Zu oft wurde ich vielleicht mit diesen von Oma eingelegten Beten gequält. Das erste Mal so richtig geschmeckt haben sie mir in Griechenland. Sie waren einfach nur gebacken, wahrscheinlich genauso wie Eline es in ihrem Rezept macht, danach in Scheiben geschnitten, auf einem Teller angerichtet und noch mit etwas Salz, Pfeffer und Olivenöl beträufelt.
Dazu gab es Skordalia, eine meiner liebsten Saucen aus der griechischen Küche. Das ist eine Knoblauchsauce, die übrigens auch wunderbar zu anderen Gemüsen oder zu Fisch passt. Im großen und ganzen kann man Skordalia auf zwei Arten zubereiten, entweder aus Kartoffeln oder aus Weißbrot. Ich ganz persönlich ziehe das Weißbrot vor. Und so schmeckt es uns am besten:


Zutaten
4 Scheiben Weißbrot oder Toast (entrindet)
1 EL Weißweinessig
2-3 gehackte Knoblauchzehen
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Weißbrotscheiben ca. 2-3 Minuten in kaltes Wasser legen, danach so ausdrücken, dass sie noch feucht sind aber nicht mehr tropfen. Das Weißbrot mit den Knoblauchzehen und dem Essig in einen Mixer geben und eine homogene Masse mixen. Dann das Olivenöl nach und nach in den Mixer geben. Es soll eine gut gebundene Sauce entstehen. Diese dann in eine kleine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das ganze ist in nullkommanix fertig...
Wir geben freimütig zu, dass bei uns sehr viel von der Skordalia mit knusprig geröstetem Brot gegessen wird und weniger von den Rote Bete, deshalb gibt es bei uns eben eher Skordalia mit Rote Bete :-)

Donnerstag, 27. August 2009

Apfeltörtchen mit Passionsfrucht

Zur Zeit gibt es sooo leckere Äpfel bei uns. Vom Apfelbauern in aller Herrgottsfrüh gepflückt und dann direkt an mich auf dem Bauernmarkt verkauft. Apfelkuchen mache ich recht selten, weil wir so einen großen Kuchen gar nicht schaffen können. Den gibt es bei uns nur, wenn wir Gäste zum Kaffee erwarten. Aber ein schnell gemachtes Törtchen schmeckt uns mindestens genauso gut und ist sowohl für die Kaffeetafel als auch fürs Dessert bestens geeignet. Ich mag vor allem das Zusammenspiel zwischen der süßen Konditorcreme mit dem Apfel und der säuerlichen Passionsfrucht.
Zutaten (für 6 Törtchen)
Quelle: Michel Roux. Ofenfrisch (-> übrigens eines meiner Lieblingskochbücher)
1 Packung frischer Blätterteig
300 g Konditorcreme (6 Eigelb, 125 Zucker, 40g Mehl, 500 ml Milch, 1 Vanilleschote)
3 mittelgroße Äpfel
60g Zucker
2-3 Passionsfrüchte

Den Blätterteig ausrollen und mit einem Ausstecher 6 Kreise im Durchmesser von ca. 12 cm ausstechen, auf ein Backblech legen und 20 min kühl stellen. In der Zwischenzeit die Konditorcreme zubereiten. Dazu die Eigelbe mit einem Drittel des Zuckers schaumig schlagen. Das Mehl sorgfältig unterrühren. Die Milch mit dem restlichen Zucker und der Vanilleschote erhitzen und kurz aufkochen lassen. Die Milch unter Rühren zu der Eigelbmischung geben und in den Topf zurückgießen. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren aufkochen, 2 Minuten sprudelnd kochen, dann in eine Schüssel gießen und etwas abkühlen lassen. Von der Creme bleibt mir immer etwas übrig, Reste halten sich im Kühlschrank etwa 2 Tage. Bei uns aber nicht, da das gleich noch ausgeschleckt wird....

Die Creme großzügig auf den Blätterteigkreisen verteilen, dabei einen dünnen Rand lassen und mit den dünn geschnittenen Apfelscheiben belegen. Am schönsten schaut das kreisförmig aus, finde ich.

Den Backofen auf 180°C vorheizen und die Törtchen 15 Minuten backen, dann großzügig mit Zucker überstreuen und nochmal mindestens 5 Minuten backen. Der Blätterteig soll etwas hochgehen und die Apfelscheiben versinken fast ganz in der Konditorcreme, oben drauf ist ein leichter Karamell, dem man auch mit einem Flämmer noch etwas nachhelfen kann. Die Passionsfrüchte teilen und ca. 3 TL Fruchtfleisch mit Kernen auf dem Törtchen verteilen. Die Törtchen schmecken am besten lauwarm.

Klar schmecken die Törtchen auch ohne Passionsfrucht:

Montag, 24. August 2009

Tirópita - griechische Käseküchlein

Zur Zeit befasse ich mich viel mit der Kultur der Meze. Oft werden Mezedes mit "Appetithäppchen" übersetzt, doch das deckt nicht die ganze Bedeutung des Wortes ab, denn die zu Getränken gereichten Mezedes dienen eigentlich nicht der Appetitanregung, sondern sind als ursprüngliche Geste der Gastfreundschaft zu verstehen. Sie sind Überraschungen des Gastgebers für seine Gäste.

Wenn es der gut mit einem meint, dann kann es passieren, dass zahlreiche Leckerbissen den Tisch sekundenschnell in ein Schlaraffenland verwandeln. Mezedes sind sehr schmackhaft und variantenreich, es gibt sie von einfach bis anspruchsvoll – aus vielen Kleinigkeiten wird kreuz und quer ausgewählt. Eingelegte Oliven, gut gewürzte Hackfleischbällchen, Auberginensalat oder gebratene Kalamaraki – Mezedes sind so vielseitig wie die Einflüsse in den verschiedenen Regionen Griechenlands. Und natürlich ist die Zubereitung auch immer von der Saison und vom Anlass geprägt.

Zu meinen Lieblings-Meze gehören die Käseküchlein aus dem Kochbuch Meze - kleine Köstlichkeiten der griechischen und libanesischen Küche von Rena Salaman. Sie machen sich nicht nur auf einer großen Tafel mit vielen Mezedes prima, sie schmecken auch als einfaches Abendessen mit etwas Salat.















Zutaten (für zwei Käseküchlein, ca. 6-12 Personen)
250g Mehl
1 Prise Meersalz
150ml kaltes Wasser
200g Fetakäse, zerbröselt
Olivenöl
(nach Belieben: Knoblauch, Majoran oder andere Kräuter)

Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit dem Salz, 2 TL Olivenöl und dem Wasser zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Diesen Teig gut 5 Minuten kneten und ziehen, danach mit Klarsichtfolie umwickelt 30 Minuten ruhen lassen. Den Teig halbieren und auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem Wellholz nacheinander zu zwei dünnen, runden Teigplatten ausrollen.
Jeden Teigfladen mit dem zerbröselten Fetakäse bestreuen und mit einem EL Olivenöl beträufeln. Ich bestreue den Fladen noch gerne mit etwas gehacktem Knoblauch und Majoran, da ich persönlich die Kombination aus Schafskäse, Knoblauch und Majoran unheimlich lecker finde.















Jetzt muss der Fladen zu einer Schnecke geformt werden. Dafür den Teig von zwei gegenüberliegenden Seiten zusammenrollen, bis sich die zigarrendicken Rollen in der Mitte treffen. Anschließend das eine Teigende runterdrücken und das gegenüberliegende Ende wie eine flache Schnecke darum rollen. Bis hierhin können die Küchlein auch gut vorbereitet werden. Dann können sie gebacken werden, wenn die Gäste da sind.
6-7 EL Öl in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen und die Tyrópitta in die Pfanne gleiten lassen. Solange ausbacken, bis die Unterseite goldbraun ist, danach vorsichtig wenden und von der anderen Seite ausbacken. Insgesamt dauert das circa 8-10 Minuten. Noch heiß servieren.

Freitag, 21. August 2009

Salat mit weißen Bohnen und Grillpaprika

So richtige Lust auf warmes Essen habe ich zur Zeit eigentlich nicht. Dafür versuche ich viel Kreativität in das Entwerfen von Salaten zu stecken. Ich hatte noch einen wunderschönen Büffelmozzarella im Kühlschrank und einige Paprika. In Kombination mit gekochten weißen Bohnen entstand dieser Sommersalat, der jedenfalls mir mit einem Stück knusprigen Baguette völlig genügt.
Zutaten
1 Dose gekochte weiße Bohnen (oder selbstgekocht)
2 gelbe und zwei rote Paprika
1 Kugel Büffelmozzarella
1 Schalotte
Petersilie
Dressing aus Olivenöl, Rotweinessig, etwas Knoblauch, Salz und Pfeffer

Die Paprika vierteln oder sechsteln und auf dem Grill, im Backofen oder in einer Grillpfanne langsam rösten lassen, bis sie weich sind (wer möchte kann die Haut abziehen).
Büffelmozzarella in Würfel schneiden, Schalotte und Petersilie klein schneiden. Die Bohnen gut abspülen. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Dressing vermischen. Der Salat kann gut eine halbe Stunde ziehen.

Donnerstag, 20. August 2009

Pfifferlinge sott`olio

Hier gibt es schon seit vielen Wochen Pfifferlinge auf dem Markt. Aber die Saison guter Pilze ist ja doch insgesamt recht kurz. Deshalb lege ich sie gerne in Olivenöl ein. Im Winter kann ich mir dann die eingelegten Pfifferlinge verfeinert mit etwas Zitronensaft und Pfeffer zu italienischem Schinken und knusprigem Brot schmecken lassen. Leider ist es eine zeitaufwändige Arbeit. Und wenn die Pfifferlinge geputzt, gekocht und getrocknet sind, ist meist nur noch ein kleines Häufchen übrig. Doch in diesen kleinen Pilzen sind so viele Aromen eingeschlossen, dass es der pure Genuss ist. Und deshalb mache ich es in jedem Jahr eben doch wieder...


Zutaten (für ein Glas)
500g Pfifferlinge
300ml Weißwein
300ml Weinessig
2 EL Salz
5 blanchierte Knoblauchzehen
4 Lorbeerblätter
Olivenöl

Die Pfifferlinge putzen. Das Essig-Wein-Gemisch in einen Topf geben, aufkochen lassen und dann die Pilze gemeinsam mit dem Salz ca. 1 min. kochen.



Mit einem Schaumlöffel herausheben und über Nacht auf einem Küchentuch trocknen lassen. Natürlich kann man die Pilze auch in der Sonne trocknen lassen, das ist noch besser. Wichtig ist nur, dass die Pilze wirklich trocken sind, sonst geben sie ihr Wasser in das Öl ab.




Am nächsten Tag die Pilze mit den Lorbeerblättern und dem blanchierten Knoblauch in ein Glas füllen und mit Olivenöl auffüllen. Die Pilze sollten gut bedeckt sein. Danach das Glas gut verschließen.

Montag, 17. August 2009

Sommermenü

Ein Menü sollte es mal wieder geben, denn ein paar Sachen aus befreundeten Blogs standen zum Ausprobieren an. Wie Elines "Jungstiertartar", das sehr lecker war und nun "das neue Lieblingsessen" meiner Tochter ist. Zu den Bohnen im Hauptgang regte mich lamiacucinas bunter Bohnensalat an. Alissa plante mit und kam auf die Idee, Dukkah als Amuse anzubieten. Das Ergebniss war ein entspanntes Sommermenü, das alle genießen konnten.

Amuse
geröstete Nüsse / Dukkah / Öl / Salze / Baguette

Kalte Vorspeise
Elines Jungstiertartar / Rucola - Mousse

Das Tartar war sehr gut und wunderbar gewürzt. Ein Crostini oder etwas konfierte Tomaten hätten mir dazu geschmeckt. Meine Rucolamousse hingegen hat mir dazu nicht sehr gut gefallen. Der cremige Geschmack störte mich zum herrlichen Tartar.

Warme Vorspeise
Venere Reis / Safransauce / Garnelen

Venerereis gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsprodukten, deshalb musste es das unbedingt geben.

Hauptgang
Lammrücken / Bohnen / Bretonische Sauce

Rosa gebratener Lammrücken mit Rosmarin, gemischten Bohnen und dazu etwas Tomaten-Rotweinsauce. Leider fand ich nicht so viele unterschiedliche Bohnensorten wie lamiacucina, so dass ich mich auf grüne und gelbe Stangenbohnen, Wachtel- und Canellinibohnen beschränken musste.

Dessert
lauwarme Nektarinen mit gesalzener Butter / Vanille-Eis

Experimente wie Macis-Eis, das ich gerne ausprobiert hätte, wurden mir leider verboten :-). So gab es selbstgemachtes Eis mit Tahiti-Vanille, das konnten alle genießen.

Sonntag, 16. August 2009

Dukkah - orientalische Gewürzmischung

Diese leckere orientalische Gewürzmischung hat einen festen Platz in meiner Küche. Einfach ein Stückchen Brot in gutes Olivenöl tauchen und dann in die Dukkah dippen. Aber auch am Reis oder zu Kartoffeln mit brauner Butter schmeckt sie gut. Noch dazu ist die Mischung schnell gemacht und hält sich in einem dunklen Glas einige Wochen. Jede orientalische Familie soll ihr eigenes Rezept dafür haben, so mag ich es am liebsten:

Zutaten
4EL Sesam
2EL Koriandersamen
1,5 EL Kreuzkümmelsamen
0,5 TL schwarzer Pfeffer
40g geröstete Haselnusskerne
1 EL grobes Meersalz















Koriander, Sesam, Kreuzkümmel und Pfeffer in einer Pfanne rösten bis die Gewürze duften.

Gewürze in einen Mörser geben und gemeinsam mit dem Salz und den Haselnusskernen relativ fein verreiben.

Dunkel lagern.

Donnerstag, 13. August 2009

Brotsticks zum Dippen

Diese Brotstangen habe ich zum Tristan und Isolde Opernnachmittag gebacken. Sie schmeckten sehr gut und kernig und passten optimal zur Creme aus Geflügelleber. Da sie sehr einfach zu backen waren, werde ich sie auf jeden Fall wieder machen. Sie sind im weitesten Sinne aus "Fingerfood" von Heiko Antoniewicz entliehen. Dort heißen sie Pistaziensticks und enthalten noch 50g gehackte Pistazien, dafür aber nur 400g Weizenmehl. Ich habe die Pistazien weggelassen und das Rezept entsprechend angepasst. Sie bleiben übrigens auch in größerer Länge sehr stabil und brechen nicht beim dippen...

Zutaten (für ca. 50-60 dünne Stangen)
250g Roggenschrot
250g Roggenmehl
450g Weizenmehl
100g Trockensauerteig
1 Prise Zucker
42g Hefe
jew. 1 TL Kreuzkümmel, Fenchelsamen und Korianderkörner, frisch gemörsert
650ml Wasser
1 EL Olivenöl
20g Salz
Roggenschrot, Roggenmehl, Weizenmehl und gemörserte Gewürze vermischen. Trockensauerteig, Zucker und Hefe gut unter das Mehl mischen. Lauwarmes Wasser, Olivenöl und das Salz unter das Mehl kneten bis der Teig geschmeidig wird und sich vom Schüsselrand löst. Teig mit einem Geschirrtuch abdecken und ca. 90 min. gehen lassen.

Teig durchkneten und auf ca. 1 cm ausrollen. Streifen schneiden, eventuell noch mit Nüssen bestreuen und im Backofen bei 220°C ca. 10-15 min backen.

Mittwoch, 12. August 2009

Gnocchi-Salat mit grünen Bohnen

Mit grünen Stangenbohnen alleine kann ich nicht so viel anfangen, aber es gibt ja jetzt gerade so viele, da mache ich gerne Speisen, wo ich sie ein bisschen "unterbringen" kann. Dieser Salat war dafür optimal und er schmeckte darüber hinaus nach Sommer und Sonne :-)
Ich brauche dazu sonst nichts, aber er passt sicher auch gut als Beilage zu Fleisch oder Fisch. Die karamellisierten Zwiebeln und Tomaten schmeckten wunderbar süßscharf, die goldbraunen Gnocchi schmelzten auf der Zunge, die Bohnen und Paprika hingegen waren knackig und frisch. Schöne Gegensätze bietet dieser Salat, so mag ich das...
Das ist mein Beitrag zum diesmonatigen Garten-Koch-Event mit dem Thema "Bohnen".

Zutaten
250g Stangenbohnen
1 grüne Paprika
1 gelbe Paprika
10-15 grüne Oliven
Handvoll Basilikum
1 große rote Zwiebel
ca. 10 Kirschtomaten
350 g Gnocchi
Olivenöl
Tomatenpesto
Balsamico
Salz und Pfeffer
1 EL Zucker
Butter

Die Zwiebel in Ringe schneiden und in etwas Olivenöl anbraten, die Kirschtomaten dazugeben und sobald diese etwas aufplatzen, beides mit einem guten EL Zucker karamellisieren. Stangenbohnen putzen und in Salzwasser kochen, so dass sie noch Biss haben. Gnocchi in etwas Butter in der Pfanne goldbraun braten.
Ein Dressing aus Olivenöl, Balsamico, etwas Tomatenpesto, Salz und Pfeffer mischen.
Paprika, Basilikum und Oliven kleinschneiden und in eine Schüssel geben. Gekochte Bohnen, die angebratenen Gnocchi, Zwiebeln und Tomaten dazu geben und alles mit dem Dressing vermischen.

Dienstag, 11. August 2009

Auberginenröllchen mit Dattel-Harissa-Füllung

Bei meinem kleinen Fingerfood-Buffet zu unserem Opern-Event war das der absolute Renner. Süß-scharfe Röllchen, die leicht mit einem "Happs" im Mund verschwinden. Die Röllchen lassen sich Stunden im Voraus vorzubereiten, sollten nur nicht gekühlt serviert werden, lauwarm oder zimmerwarm schmecken sie am besten.

(Im Bild seht Ihr noch die Lebercreme und schwarzes Hawaiisalz)

Zutaten: (ca. 12 Röllchen)
1 Aubergine
50g Datteln
2 TL Harissa
Salz
Olivenöl

Die Aubergine in dünne Scheiben schneiden, salzen, ziehen lassen und mit etwas Küchenkrepp abtupfen. Scheiben in einer Grillpfanne mit Olivenöl weich braten.
Die Datteln entsteinen, fein hacken und mit der Harissa, etwas Salz und Öl zu einer Paste zerdrücken. Auberginen noch warm mit dieser Paste bestreichen und zu Rouladen aufrollen.

Montag, 10. August 2009

Tristan und Isolde: auch kulinarisch

Gestern war es wieder soweit: Jeder - auch der, der nicht seit 8 Jahren Karten vorbestellt - hatte die Möglichkeit, eine Oper der Bayreuther Festspiele - in diesem Jahr war es Tristan und Isolde - live mitzuerleben. Es gibt zwei Möglichkeiten:
Man kann auf den Bayreuther Volksfestplatz gehen, wo die Aufführung auf einer großen Leinwand kostenfrei direkt aus dem Festspielhaus übertragen wird. Im diesem Jahr zog das ca. 40.000 Fans und Neugierige an, die umringt von Bierständen und Bratwurstbuden Richard Wagners Vision der „Festspiele für Jedermann“ genossen.
Alle die weiter weg wohnen, können dieses Ereignis aber auch als Webstream kaufen (14,90€) und live im Internet mitverfolgen. Jetzt müsst Ihr wissen, dass ich eine waschechte Bayreutherin im Exil :-) bin, da kann ich das nicht verpassen. Wir Bayreuther werden oft schon früh mit dem Wagner-Virus angesteckt und arbeiten uns als Kinderstatisten, Blaue Mädchen und Chorsänger immer tiefer in die Festspielwelt hinein.

Bei der Vorbereitung so eines Webstreams ist aber schon einiges zu beachten:

1. Herrn S. schonend darauf vorbereiten und instruieren, den technischen Part zu realisieren: Beamer, Computer, Stereoanlage, Leinwand, Kabel verlegen etc. Schließlich möchte ich den Tristan in ordentlicher Größe sehen (2x2 Meter sollen es schon sein) und die Musik soll über die Stereoanlage kommen.
2. Genügend Irre einladen, die sich gerne in meinem Wohnzimmer mehrere Stunden lang Tristan und Isolde anhören möchten.
3. Fenster dunkel abkleben, damit man auch was von der Projektion sehen kann.
4. Nachbarn vorwarnen, damit sie nicht Psychiatrie und Polizei holen…
5. Kind darauf vorbereiten, dass 6 Std. lang nicht gesurft werden kann, damit das Netz nicht zusammenbricht. (schwierig, sehr schwierig...)

6. Leichte Kleidung anziehen! Durch die ganze Technik und die Gäste wird so ein Zimmer wahnsinnig warm. Jedenfalls sind die Temperaturen und der Müffelgeruch im meinem Wohnzimmer dem Festspielhaus ebenbürtig und können allen, die es noch nicht am Grünen Hügel erlebten, einen realen Eindruck vermitteln.

Kulinarisch stellt sich das Problem, das alles schon fertig sein muss. Also bietet sich Fingerfood an oder etwas, was nur kurz aufgewärmt oder überbacken werden muss. Und das gab es (übrigens ohne jeden Bezug auf Inhalte der Oper):


1. Pause: Vorspeisen-Variationen

geröstetes Weißbrot, Mini-Schüttelbrote, selbstgemachte Brotstangen,
Guacamole, Hähnchenleberpaste
Auberginenrouladen (gefüllt mit Dattel-Harissa-Paste), arabische Mini-Fleischküchlein
Parmaschinken, Kapernäpfel, Oliven, Olivenöl, verschiedene Salze

2. Pause: überbackene Pfannkuchen mit Grillgemüse

(Ein paar Rezepte blogge ich in den nächsten Tagen.)

Übrigens lief der Stream ohne irgendein Problem durch, kein Hängen kein Rütteln. Selbst die Qualität des Bildes ist sehr gut. Die Tonqualität kann natürlich nicht mit dem direkten Hörerleben im Festspielhaus mithalten, dennoch mit guten Boxen ist das schon recht ordentlich. Für uns und unsere Freunde war es wieder ein tolles Erlebnis, die Aufführung selbst war musikalisch sensationell. Unser Resümee: "Schee wors fei widda" oder für alle Nicht-Oberfranken: Es hat uns prima gefallen und wir sind im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder Live dabei.

Samstag, 8. August 2009

Forelle mit Paprika -Tomaten - Salat

Ein schnelles leichtes Sommeressen, das ist es, worauf wir zur Zeit Hunger haben. Fisch ist da doch ideal, dazu ein Salat, mehr brauche ich momentan nicht unbedingt. Die Regale unseres Gemüsehändlers biegen sich regelrecht unter dieser riesigen Auswahl an Gemüse und Kräutern, die alle probiert werden müssen.


Die Forelle füllte ich vorher reichhaltig mit einer Mischung aus:
gehackten Knoblauch
getrockneten Tomaten
grünen Oliven
Schalotten und Chili
Petersilie
gehackten Mandeln
Olivenöl und Salz

Den Salat machte ich aus San Marzano Tomaten, schwarzen Paprika, Zwiebeln, getrockneten Tomaten, Oliven, Kräutern und Öl-Balsamico-Dressing. Die schwarzen Paprika probierte ich das erste Mal, innen sind sie übrigens grün und schmecken auch so wie grüne Paprika.

Donnerstag, 6. August 2009

Ausflug #3: Schwindelerregende Höhen auf dem Dachstein

Einen herrlichen Urlaubstag erlebten wir in diesem Jahr auf dem Dachstein. Inmitten des Salzkammerguts befindet sich die Dachstein Welterberegion. Sie wurde durch die UNESCO mit dem Titel „historische Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut“ ausgezeichnet und zum Weltkulturerbe erklärt.
Die Region um Hallstatt ist seit der Bronzezeit eng mit der Salzgewinnung verbunden. Rund um den Hallstädter See zeigt sich ein Gegend, die durch hohe Berge, dunkle Wälder, helle Gletscher und schroffe Felsen geprägt ist. Man kann bequem mit dem Auto bis zur Talstation Obertraun fahren, von dort aus gelangt man mit zwei Seilbahnen bis auf das Hochplateau des Dachsteins. Der Blick von dort auf den Gletscher ist gewaltig...
Auf dem Hochplateau gibt es für jeden Geschmack etwas zu erleben... Es gibt Lehrpfade, barrierefreie Wanderwege für die ganze Familie und anspruchsvollere Kletterturen. Die ganz Mutigen stürzen sich aus fast 3000 Meter Höhe in Richtung Hallstädter See.
Naja, für mich wäre das ja nichts. Mir schnürte es wirklich alleine beim Anblick die Kehle zusammen. Niemals könnte ich an dieser Kante drauf losrennen... Da fand ich das Schlittenfahren schon besser. Mit kurzen Hosen ist das mal was ganz anderes...
Bei der Mittelstation gibt es für nicht Klaustrophobe viel zu erleben, denn dort befinden sich die Rieseneishöhle – eine der größten Eishöhlen der Welt - die weitverzweigte Mammuthöhle und die noch immer von Bächen durchzogene Koppenbrüllerhöhle. Diese Höhlen kann man besichtigen oder auch in kleinen geführten Gruppen auf engen Abenteuerwegen durchforsten.
Ihre Entstehung verdanken sowohl die Höhlen wie auch die oberirdischen Karstformationen der ungeheuren Kraft des Wassers. Über Millionen von Jahre hinweg versickerte mit Kohlendioxid angereichertes Wasser an der Oberfläche und bahnte sich seinen Weg in die Tiefe. Dabei löste es das Kalkgestein und schuf auf diese Weise Karren, Dolinen und Höhlenlabyrinthe, die heute die Einzigartigkeit dieser Landschaft ausmachen. Auf dem Hochplateau kann man zu den „Kuhtrittmuscheln“ wandern, die daran erinnern, dass das Gebirge einst der Grund des Urmeeres Tethys war.
Wem das alles zu anstrengend ist, der kann einfach nur den Blick genießen. Etwas aufregender ist das auf den "5fingers" in schwindelerregender Höhe :-)

Mittwoch, 5. August 2009

Lammkotelett mit Auberginen-Bohnen-Salat

Es gibt so ein paar Zutaten, die ich in der mediterranen Küche sehr liebe und mit denen ich häufig koche. Dazu gehören vor allem Lamm, Grillgemüse, Auberginen, Tomaten, Riesenbohnen, Basilikum u.s.w. In diesem schnellen Gericht ist das eigentlich alles vereint, deshalb mögen wir es einfach immer gern.



Zutaten
1 Aubergine
1 Schalotte
1 Dose weiße Riesenbohnen
8 Kirschtomaten
1 Chilischote
1 Handvoll Basilikum
Zitronensaft
Olivenöl
2 Lammkoteletts
Salz und Pfeffer

Aubergine in Scheiben schneiden, salzen, abtropfen lassen und abtupfen. Scheiben in einer Grillpfanne in Olivenöl rösten. Schalotte und Chili klein würfeln, Tomaten halbieren und gemeinsam mit den abgespülten Riesenbohnen und den Auberginenscheiben in eine Schüssel geben. Aus Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer eine Salatsauce rühren, in die Schüssel geben und vermischen.
Lammkoteletts in der Pfanne oder auf dem Grill braten, würzen und gemeinsam mit dem Salat servieren.

Montag, 3. August 2009

Persischer Reis - Tahdig

Meine Freundin in Halbperserin. Bei ihr habe ich das erste Mal diese absolut köstliche Art, Reis zu bereiten, kennen gelernt. An der Güte des Tahdig wird im Iran die Kunst eines Koches bzw. einer Köchin beurteilt. Das Tahdig ist die knusprige (Reis)Schicht, die sich am Topfboden bildet. Das gilt als Delikatesse und wird in Stücken zum Reis serviert. Das Tahdig soll goldbraun und knusprig sein.

Viele persische Frauen – so auch meine Freundin - besitzen einen Reiskocher, um persischen Reis zu bereiten. Aber auch im Topf kann man ihn zubereiten, dann besteht das Tahdig - so wie bei mir - aus knusprigen Kartoffelscheiben.

Zutaten:
4 Tassen Basmatireis
Safran
Salz
Butter
1-2 Kartoffeln

Denn Reis mehrmals gut spülen und in reichlich Salzwasser halb gar kochen lassen, das dauert ca. 6 Minuten. Reis abgießen und sofort kalt abspülen, dann wird er lockerer und klebt nicht so.

Währenddessen schneidet man die Kartoffeln in ca. 3 mm breite Scheiben. Nun gibt man ca. 4 EL Butter in den Topf, in dem man den Reis bereiten möchte, lässt sie schmelzen und gibt den Safran dazu. Die Hälfte der Safranbutter im Topf lassen, die andere Hälfte in eine Tasse füllen.

Auf die im Topf verbliebene Butter über den ganzen Boden die Kartoffelscheiben verteilen. Den Reis darauf geben und zu einer Pyramide auftürmen. Dazwischen immer mal wieder salzen und eventuell etwas Kurkuma dazu geben. Die restliche Safranbutter obendrauf geben. Mit dem Kochlöffel einige Löcher in den Reis bohren. Den Topf auf den Herd stellen, Hitze auf kleinste Stufe schalten.



Ein sauberes Geschirrhandtuch um den Deckel wickeln. Dadurch wird der Topf gut verschlossen ist und das Tuch nimmt den überflüssigen Wasserdampf auf. Dann dämpft der Reis ca. 35-45 Minuten und es bildet sich eine super leckere Kruste. Es hat sich bei mir bewährt, den Topf kurz in kalte Wasser zu stellen. Dann löst sich die Kruste problemlos und man kann den Reis auf einen Teller stürzen und zu Fleisch- oder auch Gemüsegerichten servieren.

Sonntag, 2. August 2009

Tomaten-Aprikosen-Pesto

Ich war auf der Suche nach einem etwas anderen Aufstrich für Crostini und fand bei Tanja Grandits ein Rezept für ein Pesto aus getrockneten Tomaten und Aprikosen. Anders war es, es war auch schnell gemacht und schmeckte gut. Mir war es etwas zu süß und zu wenig würzig, deshalb habe ich es auch stärker gewürzt. Das Pesto schmeckt sehr gut vor allem zu Käse und zu Geflügel.


Zutaten
Tanja Grandits: Eingemacht & Ausgepackt. Geschenke aus meiner Küche
150g getrocknete Tomaten
150g getrocknete Aprikosen
150ml warmes Wasser
1 EL Zitronensaft
1 Msp. Fenchelsamen, frisch gemörsert (Isi: 1 TL)
1 Msp. Piment d`Espelette (Isi: etwas mehr...)
1 gewürfelte Knoblauchzehe
4 EL Olivenöl
1 TL Lavendelhonig (Isi: weggelassen)
(Isi: Salz)

Die getrockneten Tomaten im warmen Wasser 10 min einweichen und gemeinsam mit dem Einweichwasser und allen anderen Zutaten im Mixer pürieren.