Mittwoch, 21. Oktober 2009

Entenkeulen mit Selleriepüree

Enten wurden früher - jedenfalls bei uns zu Hause - hauptsächlich zu Feiertagen oder besonderen Anlässen gegessen. Heute kaufe ich schon häufiger mal eine Entenbrust oder Entenkeulen. Das ist auch unter der Woche noch hinzubekommen, auch nach einem 8-Stunden-Arbeitstag. Zum Glück gibt es auf unserem Wochenmarkt einen Geflügel- und Wildhändler, der ein sehr gutes Angebot hat, so dass wenigstens das Einkaufen der Zutaten nach Feierabend ganz schnell geht.

Am liebsten mag ich die Ente knusprig, doch da mein Ofen ja bekannterweise oft spinnt, schmore ich die Keulen sehr gerne in der Pfanne vor und übergrille sie dann nur noch kurz, bis die Haut knusprig ist. So bleibt die Keule wunderbar saftig und zart. Das Selleriepüree dazu habe ich so gemacht wie Arthurs Tochter. Und es hat wirklich fantastisch geschmeckt. Danke AT, das mache ich ab jetzt öfters!


Zutaten (für 2 Personen)
2 Entenkeulen
100 g gut durchwachsener Räucherspeck
2 Knoblauchzehen
1 Zitrone, unbehandelt
Majoran
300 ml Hühnerbrühe
Salz und Pfeffer frisch gemahlen
1 junger Sellerie, Butter, Milch, Sahne

(1) Entenkeulen säubern, kalt abwaschen, trocken tupfen und überstehendes Fett abschneiden. Den Speck sehr fein würfeln, Knoblauch schälen und in grobe Stücke schneiden. Zitrone heiß waschen, trocknen und achteln. Kräuter waschen und trocken tupfen.
(2) Das abgeschnittene Fett in einer Pfanne erhitzen und etwas auslassen. Die Entenkeulen darin auf der Hautseite knusprig braun anbraten, umdrehen und weitere 3-4 Minuten braten. Herausnehmen und das Fett in eine Tasse abgießen (braucht man für dieses Rezept nicht mehr)
(3) Speck in der Pfanne anbraten, den Knoblauch dazu geben und auch anbraten. Jetzt die Zitronenachtel und den Majoran hinzufügen, die Brühe angießen. Die Entenkeulen wieder in die Pfanne legen. Zugedeckt etwa 1 Std. schmoren lassen, ab und zu wenden.
(4) Die Keulen aus der Pfanne nehmen und in ein kleine ofenfeste Form legen, salzen und pfeffern. Die Keulen für ein paar Minuten unter den heißen Backofengrill schieben, damit sie schön knusprig werden.
(5) In der Zwischenzeit die in der Pfanne verbliebene Sauce etwas einkochen und abschmecken. So, schnell noch etwas Weißbrot als Beilage rösten und dann die Keulen auf einem Teller mit der Sauce und dem Selleriepüree anrichten und schmecken lassen.

Kommentare:

Eline hat gesagt…

Schöner Kontrast zum Schokolade-Marathon !
Die Kombi aus Zitrone und Majoran als Würzung gefällt mir, so werde ich meinen nächsten Entenbraten mal würzen. Sowas mach ich nur für Gäste, von denn ich weiss, dass sie Ente lieben - ich bevorzuge anders Geflügel.

Susa hat gesagt…

Lustig: Genau das habe ich gestern im Restaurant gegessen! Und dank Dir kann ich es nun nachkochen, schmeckte nämlich herrlich und dank des Selleriepürees anstatt Knödel auch nicht zu mächtig.

tobias kocht! hat gesagt…

Selleriepüree hatte ich schon ewig nicht mehr. Schöne Idee. Das passt ja auch zu vielem, nicht nur zur Ente.

Arthurs Tochter hat gesagt…

ich beneide Dich um Deinen Wochenmarkt, auf dem Du noch nach Feierabend einkaufen kannst, oder machst Du Nachtschicht? Bei uns ist ab 13.00 h nichts mehr zu holen, und ab 14.00 h hat auch der letzte Händler zusammengepackt.

Schön, dass Dir das Selleriepüree so gut geschmeckt hat, und vielen Dank für die Verlinkung! Ich bereite es so jetzt auch öfter zu. Entenkeulen mag ich sehr sehr gerne! Ich liebe dieses fette Wildgeflügelzeugs und Deine Rezeptur gefällt mir auch sehr gut.

Isi hat gesagt…

@Eline
deine tolle Geflügelquelle hätte ich auch gerne. Ich gehöre aber zu denen, die Enten lieben :-)

@Susa
Wie passend :-) Hast du mit oder ohne Knödel gegessen? Aber mit oder ohne, das ist wirklich herrlich und das Selleriepüree von AT ist echt zu empfehlen.

@tobias
zu Roastbeef oder einfach zu Frikadellen passt es auch:-)

@AT
Ich arbeite meist bis 16.00 Uhr und der Markt hat bis 16.30 offen. Manchmal lasse ich es mir früh auf dem Hinweg schon reservieren, weil sonst sind so spät fast nur noch die kläglichen Reste übrig.
Die Marktzeit ist bei Euch aber ganz schön kurz... Fettes Wildgeflügel... da habe wir eine gemeinsame Vorliebe :-)