Donnerstag, 31. Dezember 2009

Weine im Dezember 2009

Nathalie stellte vor Wochen die Frage, ob denn ein Interesse an Posts über Weine besteht. Die Antworten bewegten sich zwischen "wäre schon ganz interessant" bis "Nein", so richtige Begeisterung kam also nicht auf. Eigentlich finde ich das schade. Klar sind solche Beschreibungen wie "ein Hauch von Pfirsich" und "saftige Frucht mit blubber...." aber auch nicht sehr spannend. Ein Post über Wein gefällt mir am besten im Zusammenhang mit einem Essen oder im Rahmen einer kleinen Geschichte, ich persönlich lese besonders gerne über Weinproben.

Ich möchte ab jetzt eine kleine Monats-Schau der Weine machen, die mir so über den Weg gelaufen sind. Das können gute oder schlechte sein.... je nachdem. Bevor Ihr jetzt denkt, meine Güte die Isi kann aber viel trinken, folgendes zu Eurer Information. Unsere Freunde A. und J. haben einen kleinen Weinhandel, was ich mehr als praktisch (*hicks*) finde. Deshalb gibt es für uns einfach viele Weinproben und Gelegenheiten, das heißt nicht, dass ich oder wir die Flaschen immer alleine austrinken :-). Außerdem bin ich schon gar keine professionelle Weintesterin, diese oftmals etwas seltsamen Beschreibungen liegen mir schon gar nicht, da werde ich mich also recht zurück halten. Ich freue mich, wenn ihr mir dazu etwas schreibt, vielleicht habt Ihr manche Weine auch schon getrunken oder noch einen guten Tipp. Wir trinken übrigens vorrangig deutschen Weißwein eher selten Rotwein. Den schrecklichen Glühwein, den ich in diesem Monat getrunken habe, versuche ich mal auszublenden ... zum Glück gibt es den erst frühestens in einem Jahr wieder.

In diesem Monat sind mir vor allem diese Weine des Weingutes von Rainer Sauer in Franken in Erinnerung geblieben.
Silvaner "Freiraum" 2007
Ein Ergebnis der Teamwork von Vater Rainer und seinem Sohn Daniel. Sehr saftig und vielschichtig mit tollen, leicht exotischen Aromen.
Silvaner Selektion "L", Spätlese, trocken
Sehr eleganter Silvaner mit einer Wahnsinns-Struktur.

Außerdem machten wir im Freundeskreis eine Blindverkostung mit Rotweinen. Jeder Teilnehmer konnte eine Flasche mitbringen, die aber unter 10 Euro kosten musste. So hatten wir zum Schluss 7 Flaschen zum Testen, die ordnungsgemäß verblindet wurden. Das war nicht nur spannend, sondern auch lustig und ist zur Nachahmung zu empfehlen. Schon die Vorbereitung machte Spass, denn jeder wählte seinen Wein sehr sorgsam aus, da man natürlich zum Schluss auf dem Siegertreppchen stehen wollte. Ätschbätsch...ich hab gewonnen! Und zwar mit folgendem Wein stand ich mit vielen, vielen Punkten Vorsprung auf dem 1. Platz:
Villa Medoro, Montepulciano D`Abruzzo 2006
etwas Holz und Rauch, sanfte Tannine. Also für den Preis (6,45€) fand ich ihn ganz okay. Ich denke aber, dass er vor allem gewonnen hat, da die anderen Weine in der Blindverkostung teils zu jung oder halt sehr einförmig waren. Der Montepulciano war anders, stach geschmacklich heraus und war deshalb etwas "aufregender".
Ganz gut fand ich noch den Feudo Arancio, Nero d`Avola 2008. Das ist ein recht netter einfacher Wein, der an diesem Abend jedem schmeckte. Mit dem kann man nichts falsch machen. Der 2007er Chianti Santa Christina von Antinori gefiel mir auch recht gut, war aber noch ein bis zwei Jährchen zu jung und schaffte es deshalb nicht ganz nach oben. Sagt mal ... kennt Ihr diesen Gran Delmio, den es bei Rossmann zu kaufen gibt? Der war auch dabei. Meine Freundin hat den oft zu Hause und dort finde ich ihn zumindest erträglich. In der Blindverkostung hätte es mir fast die Schuhe ausgezogen. Seine Kombination von bitter, streng und gleichzeitig ausdruckslos war richtig gruselig. Wie man das hinbekommen kann? Er hatte bei mir jedenfalls den letzten Platz und meine Freundin war ein wenig sauer auf mich :-) Vielleicht bekomme ich dort jetzt nur noch Wasser?

Es gäbe noch über so viele Weine zu erzählen. Ich beschränke mich jetzt noch auf einen Sekt des Weingutes Barth in Hattenheim im Rheingau. Über den roten Spätburgundersekt habe ich schon im Sommer berichtet. Am Weihnachtsabend tranken wir den Ultra ... ganz alleine aus. Sicher ein Sekt für besondere Tage - aber für mich gehört er zu den besten deutschen Sekten.

Ihr Lieben habt es bis zum Ende des Posts geschafft und deshalb wünsche ich Euch jetzt auch noch einen

Guten Rutsch und alles Gute für das Jahr 2010.
Danke für Eure Treue und Eure Kommentare.
Ich freue mich schon auf das nächste Jahr mit Euch.

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Thailändische Fischküchlein


Meine aktuelle Liebe zu allen asiatischen Speisen hat mich auf diese Fischküchlein gebracht. Die sind recht schnell zu machen, sehr leicht, saftig, scharf und lecker. Die wären absolut was für den 1. Januar und helfen sicherlich bei allen Arten von Kopfschmerzen ;-)

Zutaten (für 3 Personen)
500g Fischfilet (Lachs, Kabeljau, Seehecht...)
etwas Milch
2 mehlige Kartoffeln
2 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
5 Limettenblätter
1 EL Sambal oelek
1 EL Nam pla (thail. Fischsauce)
etwas Mehl
Salz, Pfeffer, Butterschmalz

(1) Das Fischfilet mit der Milch übergießen und für ca. 15 Min. im 200° C heißen Ofen gar ziehen lassen.
(2) In der Zwischenzeit die beiden Kartoffeln schälen, klein schneiden, weich kochen und zerdrücken.
(3) In einem Cutter Frühlingszwiebeln, Knoblauchzehen, Limettenblätter, Sambal und Nam pla zu einer Würzpaste zerkleinern.
(4) Das Fischfilet grob zerpflücken und mit den Kartoffeln und der Würzpaste vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
(5) Frikadellen aus der Masse formen und kurz im Mehl wenden. Im heißen Butterschmalz von beiden Seiten braten.

Recht gut schmecken die Frikadellen mit Reis, der gemeinsam mit 2 Zitronengras-Stängeln und etwas Salz gekocht wurde. Noch einen TL Kurkuma dazu, dann schaut es etwas besser aus :-) und alles mit einem EL Sambal servieren.

Dienstag, 29. Dezember 2009

Suppe aus weißen Bohnen und Auberginen


Das eiskalte Wetter verlangte heute eine richtige dicke Wintersuppe von mir. Am liebsten mögen wir eigentlich weiße Bohnen. Hier werden sie gemeinsam mit gebackenen Auberginen geköchelt. Daraus entsteht mit etwas guter Hühner- oder Gemüsebrühe eine cremige, dicke Suppe, die richtig glücklich machen kann.

Ursprünglich kam dieses Rezept mal aus einem der ersten Jamie Oliver Kochbücher. Mittlerweile habe ich es aber sehr verändert. Jamie rührt zum Schluss zum Beispiel noch 100-150g zerbröselten Ricotta in die Suppe. Das möchte ich nicht, da ich die Hülsenfrüchte und Auberginen gerne noch schmecke und Ricotta auch nicht sehr gerne mag. Falls Ihr ein wenig Feta oder Ziegenfrischkäse im Hause habt, könnt ihr etwas darüberkrümeln, mehr muss aber wirklich nicht sein.

Zutaten (für 3 Personen)
200g weiße Bohnen, über Nacht eingeweicht
2 Auberginen
1 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen, klein gewürfelt
1 EL Sambal Oelek
1 EL Basilikum, gehackt
1 EL Petersilie, gehackt
500 ml Hühnerbrühe
Salz, Pfeffer
Olivenöl
Brot

(1) Die eingeweichten Bohnen abspülen, mit Wasser bedecken und etwas 1 Stunde kochen lassen, bis sie weich sind.
(2) Die Auberginen mit einer Gabel mehrfach einstechen, auf ein Backblech legen und etwa 40 min. bei großer Hitze im Backofen backen.
(3) Das Olivenöl in einem tiefen Topf erhitzen und Knoblauch, Sambal, Basilikum und Petersilie braten, bis der Knoblauch weich ist. Die gebackenen Auberginen halbieren, das Fruchtfleisch ausschaben und in den Topf geben. Dann die gekochten Bohnen und die Brühe zufügen. Zum Kochen bringen und 20 min. köcheln. Die Suppe pürieren und gut würzen. Sie sollte relativ dick, cremig und kräftig sein.
(4) Mit einem Strahl Olivenöl servieren und knuspriges Brot oder Knoblauchcroutons dazu reichen.

Sonntag, 27. Dezember 2009

Gefülltes Perlhuhn mit Paprikasauce

Ich mag Perlhühner, sie schauen so schön aus mit ihrem gepunkteten Gefieder. Kennt Ihr eigentlich die Geschichte des griechischen Namens des Perlhuhns? Ihr ursprünglicher Name dort war Meleagris. Dieser Name leitet sich von dem griechischen Sagenhelden Meleagros ab. Nach dessen Tod wurden seine Schwestern von den Göttern in Perlhühner verwandelt. Die Punkte auf dem Federkleid sind die Tränen, die sie aus Trauer um den verstorbenen Bruder weinten.

Dieses Perlhuhn war unser kulinarische Start in die Weihnachtsfeiertage, mediterran nicht klassisch zubereitet. Gar kein typisches Weihnachtsessen, es schmeckt eher sehr frisch, deshalb ist es auch noch gut für das Frühjahr geeignet. An meinen Bildern muss ich mal arbeite, ich weiß. Es muss halt immer so schnell gehen, gerade bei "Festessen" ist das mit der Knipserei schwierig... Aber geschmeckt hat es prima.

Zubereitung:
1 Perlhuhn (innen und außen gewaschen und trocken getupft)

Für die Füllung:
200g Weißbrot
etwas Milch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Öl
1 EL gehackte Salbeiblätter
75g getrocknete Tomaten
75g grüne Oliven
75g roher Schinken
1 Ei
3 EL Parmesan
2 EL Pinienkerne
Salz und Pfeffer

Außerdem:
2 große Scheiben fetter Speck
4 EL Olivenöl
1 Zwiebel
1 rote Paprikaschote
1 Tomate
200 ml Weißwein
100 ml Hühnerbrühe
Zucker, Salz, Pfeffer
etwas Balsamico-Essig

Für die Füllung Brot in Würfel schneiden und in Milch einweichen. Zwiebel und Knoblauch klein würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Salbei darin glasig dünsten und beiseite stellen. Getrocknete Tomaten, Oliven und rohen Schinken klein hacken. Das eingeweichte Brot ausdrücken und in einer Schüssel mit den anderen Zutaten vermischen. Ei, Parmesan und Pinienkerne dazugeben. Masse salzen und pfeffern und in das Perlhuhn füllen. Die Öffnungen mit Küchengarn oder Holzspießchen gut verschließen.


Backofen auf 200° vorheizen. In einem Bräter das Öl erhitzen, Perlhuhn auf den Rücken hineinlegen, mit dem heißen Fett begießen. Speckscheiben über die Hühnerbrust legen. Im Ofen auf der mittleren Schiene 30 Min. braten. Zwischendurch immer wieder mit dem Bratfett begießen. Inzwischen die Zwiebel, Paprika und Tomate klein würfeln. Gemüse nach ca. 30 min. zum Perlhuhn geben. Alles weitere 30 min. garen. Nach und nach den Wein zugießen.

Das fertig gegarte Huhn aus dem Bräter nehmen und in einer feuerfesten Form im Ofen warm halten und wenn gewünscht noch übergrillen. Bräter auf den Herd stellen. Die Brühe hinzugießen und aufkochen. Dann die Sauce mit einem Pürierstab pürieren und mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken.

Zum Servieren das Perlhuhn in Stücke teilen und mit der Füllung und der Paprikasauce auf Tellern anrichten.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Weiße Weihnachten

Vielleicht erfüllt sich mein Wunsch ja doch und der Schnee von heute bleibt noch ein wenig liegen. Dann könnte es an Heilig Abend so wie heute beim Blick aus dem Fenster aussehen:


Ich wünsche Euch allen ein
friedvolles und wunderbares Weihnachtsfest.

Wir sind in diesem Jahr eingeladen, so dass ich nicht sehr viel kochen werde. Genießen werden wir die Ruhe und die Zeit füreinander. Mein Weihnachtsgeschenk kenne ich schon ... das stelle ich Euch nach Weihnachten mal vor :-)

Machts gut bis dahin ...

Mitbringsel in letzter Minute: Weihnachtszucker



Allen, die kurz vor Weihnachten immer noch nicht alle Geschenke und Mitbringsel zusammen haben, ist diese Zuckermischung gewidmet. Sie geht schnell, schmeckt sehr lecker und zaubert richtigen Weihnachtsduft in die Wohnung. Verpackt in kleinen Tüten kann man den Zucker wunderbar verschenken.

Die Gewürze könnt Ihr natürlich nach eurem Geschmack variieren. Er passt nicht nur gut zu Tee, sondern wegen des Kardamoms auch zum Kaffee.


Zutaten (für ca. 200g):
2 Zimtstangen
2 TL Anissamen (ganz)
1 TL Koriander (ganz)
1 TL Kardamom (ganz)
6 Pimentkörner
8 Nelken

Diese Zutaten im Mörser frisch vermahlen und dann vermischen mit

etwas gemahlener Muskatblüte
Mark einer Vanillestange
200 g Zucker

Montag, 21. Dezember 2009

Endlich Urlaub und Kalbsrahmgulasch

Endlich.... die stressige Zeit ist vorbei und ich sitze hier ganz entspannt vor meinem PC und schreibe dieses Post. Ohne Zeitdruck und ohne Termine, die ich gerade hinter mich gebracht habe oder die noch vor mir stehen. Kurz gesagt ... ich habe Urlaub ... zwei ganze Wochen. Ich durchlebe gerade dieses tolle Gefühl, wenn der Urlaub noch fast "unberührt" ist und nichts verplant ist. Ich überlege, welche Bücher ich lesen könnte, welche CDs ich gleich hören werde und welchen alten Film ich mir mal wieder ansehen könnte. Ich hätte außerdem total Lust, mal Socken zu stricken. Wenn sie etwas werden, dann zeige ich sie Euch :-)

Solange gibt es erst mal etwas zu essen. Kalbsrahmgulasch ist eine echte Wohlfühlspeise für mich. Ich variiere oft mit den enthaltenen Pilzen, ansonsten ist das Rezept nichts wirklich "besonderes", aber es schmeckt einfach schön samtig und warm. Ihr könnt auch gut getrocknete Steinpilze oder Herbsttrompeten nehmen.


Zutaten (für 3 Personen):
750g Kalbsgulasch
1 Zwiebel, geschnitten
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
400 ml Rinderbrühe
100-200ml Sahne (je nach Geschmack)
20g getrocknete Butterpilze
Salz, Pfeffer
Butterschmalz

Butterpilze in ca. 150 ml warmem Wasser einweichen. Kalbsgulasch in etwas Butterschmalz anbraten und aus der Pfanne heraus nehmen. Die Zwiebel und den Knoblauch in die Pfanne geben und anrösten. Dann die Butterpilze dazugeben und mit anrösten. Mit dem Einweichwasser der Pilze und der Rinderbrühe ablöschen und ca. 50 - 60 min. (zugedeckt) ganz leicht köcheln lassen. Wenn das Fleisch gar und zart ist den Deckel abnehmen, die Sahne dazugeben und alles noch ein wenig einkochen lassen. Das Gulasch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu schmeckt fast alles: Nudeln, kleine Knödel, Reis...

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Kalbsröllchen mit Pastinaken

Wenn gar keine Zeit für irgendwas besonderes ist - wie leider im Moment - dann muss ich mich zumindest in der Herstellung von Kalbsröllchen austoben. Röllchen mache ich einfach am liebsten und dafür ist immer Zeit. Die Füllung bestimme ich gerne nach den Jahreszeiten und natürlich nach dem, was im Haus verfügbar ist.

Hier habe ich eine Pastinake in dünne Scheiben geschnitten und in der Pfanne gut 2-3 Min. von beiden Seiten angebraten, bis sie weich sind. Dann kamen auf die dünnen Kalbsschnitzel: Salz und Pfeffer, Pastinakenscheiben, etwas grüne Oliven und geriebener Käse. Aufrollen und in der Pfanne rundherum anbraten und dann im Backofen bei Mittelhitze so 10 min. gar ziehen lassen. Dazu könnt Ihr Kartoffelpüree machen und den Bratensatz mit etwas Flüssigkeit (Wein oder Brühe) loskochen, dann gibt es noch eine dünne Sauce dazu. Die Oliven dominierten ein wenig, die werde ich beim nächsten Mal reduzieren oder ganz weglassen.

Demnächst will ich mal Füllungen mit gehackten Nüssen + Ziegenkäse oder blanchiertem Rotkohl + Fetacreme ausprobieren. Mit Ingwer, das könnte mir auch gefallen....

Montag, 14. Dezember 2009

Nachgekocht: Asiatischer Schweinebraten


Zur Zeit erkunde ich die asiatische Küche und dort vor allem die chinesische. Im Netz gibt es zum Glück viele Blogger, die tolle asiatische Rezepte vorstellen. Eline widmete mit sogar eines ihrer Gerichte: ein Schweinsbratl mit Kraut, aber auf die chinesische Art.

Natürlich wollte ich es sofort ausprobieren. Noch kurz im Internet informiert, was Schweinsschopf ist, nämlich ein Schweinenacken. Elines Zutatenliste gab mir zum Glück nur ein Problem mit: die chinesische, schwarze Bohnenpaste. Die hatte ich nicht und ich konnte sie auch nicht schnell auftreiben. Ich werde sie mir mal bei Gelegenheit bestellen. Als Ersatz gab ich einen EL Sojasauce dazu.

Für die Marinade, in der der Schweinekamm gut 2 Std. lag, braucht man:
4 Knoblauchzehen, fein gerieben
1 Stück frischer Ingwer, fein gerieben
1/2 TL Korianderkörner
1/2 TL Szechuanpfeffer
1 Sternanis
1 EL chinesische, schwarze Bohnenpaste (als Ersatz: 1 EL Sojasauce)
2 EL Reisessig
1 kleine getrocknete Chili, nach Geschmack
1 TL Honig
wenig Salz

Sie duftete so würzig, da wusste ich schon, dass es uns schmecken wird. Die Zubereitung des Gerichtes könnt ihr Euch bei Eline genauer anschauen. Toll schmeckte uns übrigens auch das Szechuankraut, das es dazu gab. Ich bin immer mehr von der chinesischen Küche angetan und werde demnächst noch viel viel mehr ausprobieren. Vielen Dank Eline!

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Mulligatawny Soup mit Zwiebel-Bhajis


Vor zwei Jahren feierten wir mit zwei befreundeten Paaren gemeinsam Silvester. Wir wollten unbedingt mal einen richtigen "Dinner for one" - Abend machen und vor allem das legendäre Menü für Miss Sophie nachkochen. Deshalb haben wir uns hier die Rezepte von Anton Edelmann besorgt und legten mit der Verteilung der Arbeiten los:

Herr und Frau Spicy: Lebensmittel einkaufen und kochen
Paar 2: abgestimmte Weine zu den jeweiligen Gängen
Paar 3: Stellen der Räume + Dekoration (nicht den Tiger vergessen) + Feuerwerk + Antialkoholisches und Naschen + putzen und spülen am nächsten Tag

Es hat uns allen viel Spass gemacht. Das Kochen zusammen mit Herrn S. war einfach lustig und der Transport der vorbereiteten Gänge in das andere Haus war völlig unkompliziert Die Weine wurden von unseren Freunden A. und J., die als zweites Standbein einen kleinen Weinhandel betreiben, perfekt ausgewählt. Unser Freund T. freute sich wie ein Schneekönig über sein kleines Feuerwerk und wir alle (außer B.) waren heilfroh, dass wir am nächsten Tag nicht spülen und aufräumen mussten...

Mein Lieblings-Gang innerhalb dieses Menüs ist die Mulligatawny Soup, die ich seitdem schon sehr, sehr oft nachgekocht habe. Ich liebe diese indischen Aromen und kann sie Euch nur empfehlen. Die Zwiebel-Bahjis fehlen auf dem Bild, aber sie schmecken wirklich sehr gut und geben den letzten Pfiff. Vielleicht esst ihr die Suppe ja am 31.12, wenn es wieder heißt "sherry with the soup".

Zutaten für die Suppe (für 4 Personen):
1 geschälte, klein gehackte Zwiebel
4 geschälte und zerdrückte Knoblauchzehen
100 g eingeweichte Linsen
1 EL Samen vom Kreuzkümmel
3 Nelken
1 cm frischer geschälter und gehackter Ingwer
1/2 gehackte Peperoni
1 EL Currypulver
1 klein geschnittener Apfel
50 g frische geschälte und klein geschnittene Ananas
1/2 EL Tomatenmark
2 EL Mango-Chutney
1,5 l Hühnerbrühe
200g Hühnerbrust, gar gezogen in der Brühe
200 ml Kokosmilch
glatte fein gehackte Petersilie
Salz
Pfeffer
ein wenig Öl

Die Linsen zwei Stunden lang einweichen. Kreuzkümmel, Nelken, Peperoni, Ingwer in den Mörser geben und zu einem Mus zermahlen; Zwiebel in Öl weich und glasig anschwitzen, Knoblauch hinzufügen und eine weitere Minute erhitzen. Gewürze, Currypulver dazugeben und zwei Minuten erhitzen. Tomatenmark, Apfel, Ananas, Mango-Chutney, Linsen und Hühnerbrühe hinzufügen und köcheln, bis die Linsen gar sind. Pürieren, durch ein grobes Sieb geben und abschmecken.

Zutaten Zwiebel-Bhajis (für 4 Personen):
1 geschälte Zwiebel
2 geschälte und zerdrückte Knoblauchzehen
1/4 TL Koriandersamen, angemörsert
1/4 TL getrocknete Chilischoten, angemörsert
50 g Weißmehl
1 EL Backpulver
Frittierfett

Das Frittiergerät auf 180 Grad erhitzen, die Zwiebel würfeln, in eine Schüssel geben und mit den restlichen Zutaten kräftig verrühren, dabei den Saft aus den Zwiebeln pressen. Die Mischung zu kleinen Bällchen formen und goldbraun frittieren.

Suppe erhitzen, 2/3 der Kokos-Milch und etwas gewürfeltes Hühnerfleisch dazu tun. Das Ganze in eine Schüssel füllen und mit der restlichen Kokos-Milch beträufeln. Zuletzt die Zwiebel-Bhajis zugeben und mit Petersilie bestreuen.

Montag, 7. Dezember 2009

Birnen-Gorgonzola-Schnecken

Schnecken mit einer Birnen-Gorgonzolafüllung sollten es sein, bevor ich die Schnecken-Produktion für das Jahr 2009 einstelle. Ganz einfach zu machen und sehr lecker mit einer großen Portion Salat. Hier findet Ihr den Teig für die Schnecken beschrieben, die ich auch schon mit Sauerkraut füllte.

Den Teig mit der Wunsch-Füllung bedecken, zu einer Rolle aufrollen, - wie auf dem Foto - zu einer Schnecke aufdrehen und dann in der Pfanne ausbacken.


Zutaten für die Füllung:
1-2 Birnen
100 - 150 g Gorgonzola
etwas Butter
Salz, Pfeffer

Die Birnen in dünne Scheiben schneiden und in etwas Butter anbraten. Wenn sie weich sind, den Gorgonzola hinzugeben und schmelzen lassen. Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Mit Tafelspitz zur Glückseligkeit

Herr Paulsen lies mir am letzten Sonntag das Wasser im Munde zusammen laufen mit seinem Post über die dreistufige Glückseligkeit. Genau das wollte ich auch ... jetzt sofort. Und so half mir das - worüber ich sonst immer schimpfe - aus der Patsche: der verkaufsoffene Adventssonntag. Ich machte mich also mit gefühlten 100.000 Menschen auf den Weg in die nächste Einkaufsgelegenheit. Drückte mich an sichtlich überalterten Chören und Bastelstraßen für Adventsschmuck vorbei und ging schnurstracks in die Lebensmittelabteilung und dort an die Fleischtheke. Offensichtlich wurde für den Sonntag nicht extra geordert, was ich auch wirklich verstehen kann. Eine sichtlich schlecht gelaunte Verkäuferin (was ich auch verstehen kann), deren Gedanken ich lesen konnte (sie waren nicht nett), schob sich auf mich zu.

"Ja, bittä?"
"Guten Tag, ich möchte gerne etwas Rindfleisch. Am liebsten ein großes Stück Querrippe."
"Haben wir nicht. Sie sehen doch, was da liegt." (demonstratives Stöhnen)
"Ist das da Tafelspitz?"
"Ja"
"Danke, den nehm ich"
"Bittä"
"Auf Wiedersehen"
"Grummel" --> (wahrscheinlich eine Verwünschung, die ich nicht hören konnte)

Naja, wenigstens hatte ich jetzt was für meine Glückseligkeit, sollen die andern doch ihr Glück Gott weiß wo finden. Sogar frischen Meerettich, Suppengrün, Petersilienwurzel und Süßkartoffeln gab es und ich lief beschwingt nach Hause. Ich schnitt das große Suppengrün gleich klein und setzte es mit viel Wasser, Pfefferkörnern, Lorbeer, Senfsaat und dem Tafelspitz drei Stunden lang auf den Herd, wo alles leise vor sich hin köchelte. Mmh, der Duft der dunklen Fleischbrühe war eigentlich schon die erste Stufe meiner Glückseligkeit.

Am Sonntag abend gab es den Tafelspitz mit Meerettichsauce und Wintergemüse aus Petersilienwurzeln, Möhren, Kartoffeln und Süßkartoffeln. Wie Herr Paulsen garte ich das Gemüse nur in etwas Brühe. Das Fleisch war butterzart und aromatisch, einfach herrlich. (Bild fehlt leider wegen Kameraausfall)

Am Montag folgten der zweite und dritte Teil. Als Vorspeise gab es die Brühe mit dem restlichen Tafelspitz beträufelt mit gutem Olivenöl. Als Hauptgericht die Reste des Wintergemüses, das ich mit etwas Brühe und Sahne pürierte, dazu ein schlichtes Spiegelei.

Ich erreichte wirklich Glückseligkeit und überlege jetzt nur noch, wie ich das ausdehnen kann. Das erinnert mich wieder an Roberts Jahr des Rindes, das war auch soo schön und gibt mir Ideen für eine Verlängerung der Glückseligkeit, beim nächsten Mal.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Schokoladencookies mit rosa Pfeffer

Meine Stimmung ist am ersten Advent meist auf dem Tiefpunkt. Oft ist an den Tagen vorher so viel los, dass ich atemlos von Termin zu Termin hetzen muss. In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, das zu ändern. Meine Erste-Hilfe-Maßnahme für den ersten Advent lautete deshalb: Plätzchen backen. Das habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Aber da das ganze auch nicht in völligem Stress ausarten sollte und ich die Gelüste meines kleinen Schokoholics befriedigen muss, machte ich Schokoladencookies. Als weihnachtliche Beigabe habe ich sie mit Gewürz - in diesem Fall mit Rosa Pfeffer - verfeinert. Die Kekse schmeckten recht gut ... jedenfalls sind schon alle weggefuttert. Da muss ich vielleicht am nächsten Sonntag nochmal ran und wieder backen :-)

Zutaten:
75 g Zartbitterschokolade
150g Mehl
1/2 TL Backpulver
1TL rosa Pfeffer, fein gehackt
100g Zucker
100g weiche Butter
1 Ei

1.) Den Backofen auf 180°C vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. Die Schokolade in nicht sehr feine Stückchen zerhacken, den rosa Pfeffer sehr fein hacken. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen.
2.) Den Zucker mit der weichen Butter und dem Ei cremig schlagen. Pfeffer und Schokolade unterrühren. Das Mehl dazugeben und zügig untermischen.
3.) Mit Hilfe von 2 Teeloffeln walnussgroße Häufchen vom Teig abnehmen und mit Abstand aufs Blech setzen. Mit einem feuchten Teelöffel etwas runder drücken. Im Ofen ca. 15 Minuten backen.
Quelle: GU Küchenratgeber, Weihnachtsplätzchen