Donnerstag, 2. Dezember 2010

lauwarmer Linsensalat mit Halloumi

Sooo lange hier schon kein Post mehr von mir, das muss ich heute ändern. Ja, ich koche noch und zwar ganz viel....ich komme nur nicht an den Computer, um alles aufzuschreiben. Es ist einfach so viel zu erledigen. Aber Euch geht es ja in der Zeit vor Weihnachten bestimmt nicht anders. Aber jetzt stauen sich bei mir die Bilder schon.... und das werde ich in den nächsten Wochen hier mal brav abarbeiten. Unter anderem habe ich mit einem Freund ein 7-Gänge Menü für 7 Personen gekocht, das richtig Spass gemacht hat. Dazu gibt es nächste Woche mehr...



Heute erst mal eine einfaches Gericht für die Woche: ein lauwarmer Linsensalat mit Olivenöl, mildem Essig, gemahlenen Kreuzkümmel, etwas Knoblauch, einer Tomate und Rucola. Dazu in der Grillpfanne gebratenener Halloumi, den mag ich gerne, gerade weil er so knirscht zwischen den Zähnen :-) Aber er ist nicht jedermanns Sache, das ist schon klar....

Dienstag, 2. November 2010

Foodblogger-Treffen + Shitake-Bolognese



Hier noch von mir einige wenige Bilder aus dem Loft in Hamburg, wo am letzten Wochenende das Foodblogger-Treffen stattfand. Es war sehr schön mit Euch und nochmal danke an Steph für die tolle Organisation und Mühe. Gut gefallen hat mir auch der kleine Innenhof, der fast verzaubert wirkte, mit seinen niedlichen Details... das Schweinchen finde ich total süß :-)

Es war sehr unterhaltsam, ich habe einige neue Gesichter kennengelernt und war überrascht, wie die Blogs ihren Besitzern ähneln, das ist wirklich kurios. Beim Labskaus kann ich jetzt mitreden, Krabben puhlen geht mit links, Muschel-Massaker habe ich erlebt und danach trotzdem eine riesen Portion essen können :-) u.s.w....
Sophie erzählte ich, wie gerne ich die Effilee lese, dass ich aber noch nie ein Rezept daraus probierte. Kaum sagt man es, stimmt es schon nicht mehr :-) Auf der Rückfahrt aus Hamburg habe ich in der aktuellen Ausgabe das Rezept für diese Shitake-Bolognese gefunden. Und schon wars passiert und ich habe es ausprobiert. Sehr lecker, schnell und perfekt für unseren "unter der Woche vegetarisch"-Trip.













Zutaten und Zubereitung (leicht abgewandelt)
250 g Shiitakepilze
100g Austernpilze
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
5 getrocknete Tomaten
1 EL Tomatenmark
5 EL Olivenöl
100 ml Rotwein
100 ml Gemüsebrühe
1 kleine Dose stückiges Tomatenragout
Salz und Pfeffer
Spaghetti
geriebener Parmesan

Pilze in der Küchenmaschine grob hacken, Zwiebel, Knoblauch und getrocknete Tomaten ebenso. Alles in einer Pfanne im Öl braten. Tomatenmark unterrühren.
Mit Rotwein ablöschen, einmal aufkochen. Brühe und Tomatenragout zugeben, mit Salz, und Pfeffer würzen. Bei kleiner Hitze offen 15 Minuten dicklich einkochen.
Spaghetti nach Packungsanweisung in Salzwasser garen, abgießen und tropfnass mit der Bolognese vermengen. Mit frisch geriebenem Parmesan servieren.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Kürbiskern-Knusperbrot ohne Kürbiskerne

Also ich wußte genau, dass ich die Kürbiskerne gekauft habe. Es haben ja noch alle gelästert, ob ich nicht Pistazien nehmen könnte usw... Zuhause waren sie weg, einfach weg und keiner will es gewesen sein :-)

Die Brotzungen haben trotzdem sehr gut geschmeckt, leicht und wirklich sehr knusprig. Die passen auch prima zu Vorspeisen und Suppen und lassen sich ganz schnell machen.



Zutaten:
Quelle: Lust auf Genuss "Rund ums Brot", 04/2010
10g frische Hefe
250g Weizenmehl (Type 550)
1 TL Salz, 100g Kürbiskerne
4-5 EL Kürbiskernöl

Hefe in 125 ml lauwarmes Wasser bröckeln, glatt rühren, Mehl und Salz zufügen, alles zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt im Warmen gut 30 min gehen lassen.

Backofen auf 250°C vorheizen. Kürbiskerne fein hacken. Teig in 20 kleine Stücke teilen und diese mit dem Nudelholz zu dünnen, länglichen Fladen ausrollen.

Teigzungen nebeneinander auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit Kürbiskernöl betreichen und dicht mit den Kürbiskernen bestreuen. Im Ofen in 6-8 Minuten knusprig backen.



Soooo, also mittlerweile habe ich die Kürbiskerne gefunden, im Kühlschrank... Ich glaube, ich werde jetzt langsam schusselig :-)

Freitag, 15. Oktober 2010

Es ist Miesmuschelzeit

Heute mal was ohne Bild, da es sooo lecker war und ganz schnell weggefuttert wurde. Das mögen wir nämlich alle: Miesmuscheln in Weißweinsauce, dazu Knoblauchmayonnaise und gaaanz viel Weißbrot - ein Festessen für uns. Ich kann das ja nicht kochen, das kocht Herr S., da ich nicht in der Lage bin, die (lebenden) Muscheln in den Sud zu werfen. Also auf einer einsamen Insel würde ich vermutlich einfach verhungern... 

Bestandteile des Suds:
Suppengrün, ganz klein geschnitten
Brühe
Weißwein
Knoblauch
Kräuter
etwas Chili

Herr S. kann da keine genauen Mengenangaben machen. Er schüttelt das - als erprobter und geübter Muschelkoch - so aus dem Ärmel :-). Dann die Muscheln in den Sud und warten bis sie sich öffnen. Schon lecker, aber ich kann noch nicht mal zuschauen, sonst kann ich nix davon essen. Ist das nicht blöd?  :-(

Donnerstag, 30. September 2010

Schokoladenbrownies à la Jamie Oliver

Supersündige, kalorienstrotzende, schokoladige, nussige Brownies. Das Rezept habe ich vor Jahren in einem Kochbuch von Jamie Oliver entdeckt und seitdem immer wieder gebacken. Sie sind wunderbar feucht und schwer. Gekaufte Brownies sind mir oft viel zu staubig und trocken. Diese esse ich wie Pralinen, nicht zu viel auf einmal, dafür aber mit massenhaft Genuss. Kühl gelagert halten sie sich jedenfalls gut 10 Tage, danach war bis jetzt immer spätestens alles aufgenascht :-)


Zutaten:
250g Butter
200g Bitterschokolade (70% Kakaoanteil)
150g gehackte Nüsse
80g Kakaopulver, gesiebt
65g Mehl, gesiebt
1 TL Backpulver
350g extrafeiner Zucker
4 große Bioeier


Den Ofen auf 180° vorheizen. Eine rechteckige Backform mit ca. 30cm Größe mit Backpapier auskleiden.

Die Butter und die Schokolade auf dem heißen Wasserbad in einer Schüssel schmelzen lassen. Die Mischung glatt rühren und die Nüsse untermengen. Ich nehme gerne Pekan- und Macadamianüsse. In einer zweiten Schüssel das Kakaopulver  mit dem Mehl, Backpulver und Zucker mischen und anschließend unter die Schokomasse ziehen. Die Eier verschlagen und ebenfalls unterrühren. Zum Schluss sollte die Masse glatt und geschmeidig sein.

Den Teig in die Form füllen und für 25 Minuten in den Ofen schieben, empfiehlt Herr Oliver Mir ist das zu kurz. Ich backe den Kuchen ca. 40 Minuten und dann sind die Brownies perfekt. Sie sollen innen noch feucht und klebrig sein. Den Kuchen in der Form abkühlen lassen und in quadratische Stücke schneiden.
Quelle: Besser kochen mit Jamie

Donnerstag, 16. September 2010

Pfannkuchentorte mit Erbsen


Eline machte letztens eine köstlich aussehende Eierschwammerltarte, da wußte ich gleich, dass ich so etwas ähnliches bald nachbauen muss. Pilze gehen nur halt bei uns leider gar nicht. Meine Tochter würde es mir nie verzeihen, wenn ich eine ihrer bevorzugten Speisen (Pfannkuchen) mit so etwas "fürchterlichem" wie Pilzen servieren würde. Also dann eben das Kinder-Lieblingsgemüse bei uns: Erbsen. So etwas wie die Allzweckwaffe in unserer Familie, wenn auch die Kinder mal etwas Grünes essen sollen.

Die Zubereitung ist ganz einfach. Man braucht ca. 5-6 dünne Pfannkuchen. Die tiefgekühlten Erbsen habe ich gekocht und dann mit etwas Bechamelsauce, Salz und Käse püriert bis ich eine grobstückige Paste zum Bestreichen der Pfannkuchen hatte. Dann werden die Lagen geschichtet: Pfannkuchen, Erbsenpaste, geriebenen Mozzarella, Pfannkuchen etc... Abgeschlossen wird mit einem Pfannkuchen, der mit Käse und Butterflöckchen bestreut wird.


Die so aufgehäuften Pfannkuchen kommen dann gut 20 Minuten in den Backofen, bis sie goldgelb überbacken sind.

Samstag, 11. September 2010

Radicchiognocchi mit Salbeibutter


Ganz anderes Programm als die Grünkernbratlinge von gestern. Ich wollte Euch ja nicht verschrecken damit, ich esse sowas wirklich gerne ab und zu :-). Naja, aber Gnocchi mit viel Butter und Parmesan sind mir natürlich auch lieber. Diese Radicchiognocchi habe ich in dem Kochbuch Cucina verde entdeckt und mich gleich verliebt. Es geht sehr einfach und schmeckt fantastisch. Ich stelle zunehmend fest, dass mir Gnocchi, die etwas Gemüse enthalten, eigentlich noch besser schmecken als die "Normalen". Auch Tonis Auberginengnocchi schmecken fantastisch und ich werde weiter mit Gemüse und Gnocchiteig experimentieren. Mal sehen, was mir da noch alles einfällt.

Zutaten
200g Radicchio
2 EL Olivenöl
600g mehlige Kartoffeln
150g Mehl
1 Ei
50g Butter
50g geriebener Parmesan
frische Salbeiblätter
Salz, schwarzer Pfeffer

Radicchio waschen und in feine Streifen schneiden. In einer Pfanne mit dem Olivenöl ca. 10 Minuten dünsten.


Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und im sprudelnden Salzwasser kochen. Abgießen, auskühlen lassen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit Mehl, Ei und dem gedünsteten Radicchio (den ich zusätzlich in der Küchenmaschine noch etwas zerleinert habe) vermengen.


Die Masse zu fingerdicken Rollen formen und diese mit dem Messer in ca. 1,5 cm lange Stücke zerteilen.

Gnocchi in sprudelndem Salzwasser so lange garen, bis sie an die Oberfläche kommen. Mit der Schöpfkelle herausnehmen und in einer Pfanne mit heißer Butter und angebratenem Salbei wenden. Auf einen Teller geben und sofort mit Parmesan, Salz und Pfeffer bestreuen.

Freitag, 10. September 2010

Vegetarischer Klassiker: Grünkernbratlinge



Ende der 80er Jahre jobbte ich während des Studiums in einem Bioladen. Das waren noch Zeiten… Bio wurde wenig wichtig genommen und viele hielten die „Ökos“, wie man damals jedenfalls bei uns sagte, für Spinner. So hatte ich auch mit einigen Vorurteilen zu kämpfen, da es viele Jobs gab, die weitaus „cooler“ waren. Manche Kunden waren schon speziell, es gab z.B. eine, die jedes Lebensmittel, das sie kaufen wollte in aller Gemütsruhe auspendelte und dann auf einen Gut-und Schlecht-Stapel sortierte. Das dauerte manchmal eine Stunde, bis sie mit ihrem "Einkauf" fertig war...
Aber mir hat es gefallen, ich ernährte mich schon gerne bewusst und hatte auch eine gewisse Neugier auf Lebensmittel, die mir zu Beginn des Jobs völlig unbekannt waren, wie Tofu oder eben auch Grünkern. Meine Chefin machte die Grünkernbratlinge am Wochenanfang selbst und verkaufte sie dann zum Mitnehmen. Ich mochte es von Anfang an und backe sie heute auch noch gerne, selbst meine Familie mag sie gemeinsam mit Kartoffelsalat oder Gurkensalat. Die Würzung (mit Sambal und Kreuzkümmel) ist ganz klar meinem heutigen Geschmack angepasst, so was hätte es damals in Franken nicht gegeben…


Zutaten:
400ml Gemüsebrühe
200g Grünkern, grob geschrotet
1 große Zwiebel, sehr fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 EL Sambal oelek
1-2 EL Kreuzkümmel, frisch gemörsert
Salz
2 Eier

Die Gemüsebrühe zum Kochen bringen. Den geschroteten Grünkern unterrühren und bei kleiner Hitze köcheln lassen. Ab und zu umrühren und aufpassen, dass sich der Getreidebrei nicht am Boden des Topfes festsetzt. Nach 15 Minuten die Herdplatte ausstellen und das Getreide noch weiter quellen und abkühlen lassen.
Wenn der Grünkern kalt ist, die restlichen Zutaten unterrühren. Aus der Masse kleine Bratlinge formen und in der heißen Pfanne in etwas Öl anbraten. Das dauert ca. 4-5 Minuten von jeder Seite.

Montag, 30. August 2010

Panierte Zwiebelmedaillons


Schon seit einigen Monaten essen wir unter der Woche fast nur vegetarische Gerichte. Das Ziel war und ist, unsere Ernährung zu ändern, den Fleischkonsum einzuschränken und dafür viel mehr Gemüse zu essen. Für meinen Mann war Gemüse bislang etwas, das man als Beilage Essen kann: eben diese kleinen Erbsen, die sich um ein Kotelett tummeln oder reichlich Pilze, die sich mit ihrer Sahnesauce an ein Rindersteak schmiegen. Aber richtige Gemüseküche? Und das fast jeden Tag? Ich hatte nicht viel Hoffnung, dass wir er das länger als eine Woche durchhält.

Doch das „Durchhalten“ ist viel einfacher als ich dachte. Wir entdecken zurzeit die vegetarischen Küchen und sind überrascht, wie abwechslungsreich das sein kann. In den nächsten Wochen werde ich hier einige Gerichte bloggen, die wir gut fanden.

Momentan koche ich viel aus dem Kochbuch Cucina Verde, das gute und einfache italienische Rezeptvorschläge für alle Jahreszeiten enthält. Es ist nach verschiedenen Gemüsesorten geordnet und enthält nicht nur Rezepte für Zucchini und Broccoli, sondern auch für Radicchio, Mais, Auberginen und noch 13 weitere Gemüsesorten. Eine Abteilung ist auch der Zwiebel gewidmet, die ich sehr mag. Wer noch nie gebackene Zwiebeln gegessen hat, wird sich wundern, wir "süß" dieses Gemüse schmecken kann. Dazu passen z. B. Rucola- und Kartoffelsalat. Eine Rezension zu dem Kochbuch findet Ihr übrigens bei Valentinas Kochbuch.



Panierte Zwiebelmedaillons

4 mittelgroße Zwiebeln
1 Ei
25g Paniermehl
1 EL frischer Thymian (oder andere Kräuter)
25g geriebener Pecorino
Olivenöl zum Ausbacken
Mehl
Salz

Am besten schmecken uns rote Zwiebeln, die richtig aromatisch und scharf sind, die italienischen Gemüsezwiebeln schmecken zu mild, wenn sie ausgebacken sind.

Zwiebeln schälen und in etwas 5mm dicke Scheiben schneiden. Eier aufschlagen und mit der Gabel und 1 Prise Salz schaumig schlagen. Paniermehl mit dem Thymian und Pecorino vermischen.



Die Zwiebelscheiben zunächst in Mehl, dann in Ei und schließlich im gewürzten Paniermehl wenden und im Olivenöl goldbraun ausbraten. Die gebackenen Zwiebelscheiben sollten sofort serviert werden.

Montag, 23. August 2010

Scharfes Bohnengemüse auf gebackenen Süßkartoffeln

In letzter Zeit essen wir sehr viel vegetarische Gerichte. Es ist gar nicht so einfach, gute und abwechslungsreiche vegetarische Gerichte zu finden, die auch die carnivoren Teile der Familie zufriedenstellen. Das hier fand viel Gnade...dürfte ich sogar nochmal machen. Also viel mehr Lob kann es bei uns für was Fleischloses gar nicht geben. Das Kind war auch zufrieden, dass es mal Chips zum Abendessen gab. Also alles bestens :-)



Scharfes Bohnengemüse auf gebackenen Süßkartoffeln


3 Süßkartoffeln
1 EL Olivenöl
1 große Zwiebel, gewürfelt
3 Knoblauchzehen, zerdrückt
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlener Koriander
1 -2 TL Sambal oelek
400 g stückige Tomaten aus der Dose
1 grüne Paprikaschote, gewürfelt
400 g Maiskörner aus der Dose, abgetropft
400 g rote Kidneybohnen aus der Dose, abgetropft und abgespült
3 EL gehackte frische Korianderblätter
Sauerrahm, geriebener Cheddar und Tortilla-Chips zum Servieren


Den Backofen auf 210 °C vorheizen. Die Süßkartoffeln waschen und an mehreren Stellen einstechen. Auf einem Backblech circa 1Stunde im Ofen backen, bis sie weich sind.

Inzwischen das Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel bei mittlerer Tempe­ratur in etwa 5 Minuten weich schwitzen, gele­gentlich umrühren. Knoblauch und Gewürze zufügen und unter Rühren 1 Minute mitgaren.

Tomaten unterrühren, Mais und Bohnen einfüllen, alles zum Kochen bringen und bei reduzierter Hitze im halb verschlossenen Topf 20 Minuten köcheln lassen. Die Temperatur etwas erhöhen und das Bohnengemüse offen 10—15 Minuten einkochen lassen, bis es dickflüssig ist. Die Korianderblätter erst kurz vor dem Servieren einrühren. Die Süßkartoffeln längs halbieren, auf Tellern anrichten, Bohnengemüse über die Hälften geben, etwas Sauerrahm darauf klecksen, mit geriebenem Cheddar bestreuen und mit den Chips servieren.

Mittwoch, 18. August 2010

In diesem Jahr "Die Walküre"

Ich kann es gar nicht glauben, es ist schon wieder soweit ... Seit zwei Jahren bietet das Festspielhaus in Bayreuth die Live-Internetübertragung einer Oper an: vor zwei Jahren die Meistersinger, im letzten Jahr den Tristan und in diesem Jahr wird es „Die Walküre“ geben. Wer das nicht verpassen und sich der Oper einmal auf ganz anderen Wegen öffnen möchte, dem sei das wirklich empfohlen. Wir sind seit Beginn dieses Angebotes dabei und freuen uns mit unseren Freunden in jedem Jahr darauf. Wer wissen möchte, wie das bei uns im letzten Jahr ablief, der kann hier nochmal nachlesen.

Also am 21. August ist es wieder soweit. Sorgt unbedingt für eine gute technische Ausrüstung (auf dem Laptop möchte ich es mir nicht ansehen, über Fernseher oder Beamer muss schon sein), ladet Eure Freunde ein, kühlt die Getränke und sorgt für das Essen in den Pausen. Oder Ihr lebt in Hamburg, dann habt Ihr die Möglichkeit, das Event per Live-Übertragung im betahaus zu erleben, wie Herr Paulsen heute berichtet.

Ich kann es mir in diesem Jahr leider nur on-demand (das ist übrigens 14 Tage lang möglich) ansehen, da wir am Tag der Live-Übertragung zu einem Geburtstag eingeladen sind. Aber gefeiert wird trotzdem.

Dienstag, 10. August 2010

Ofentomaten mit Feta


Bei Monambelles gab es vor einiger Zeit Backofentomaten mit Feta. Susas Bilder sprachen mich so an, dass ich es fast gleich nachkochen musste. Ich gab noch ein paar Knoblauchzehen mit in die Form, da ich gebackenen Knoblauch auch sehr gut finde. Dazu etwas Weißbrot und Olivenöl und gutes Salz … einfach fein.




Donnerstag, 5. August 2010

Hähnchen mit Thymian - Knoblauch -Butter


Dieses Biohähnchen hat sich in meinem Backofen in ein opulentes Festmahl verwandelt. Total lecker, wie gut Hähnchen schmecken kann...

Es wurde von mir aber auch liebevoll behandelt: zunächst trockengetupft, am ganzen Körper und unter der Brusthaut mit Thymian-Knoblauch-Butter massiert, dann in meinem Backofen "heißluftgegrillt", während es alle 10 Minuten mit der herausgetropften Butter übergossen wird. Das Ergebnis: saftiges, aromatisches Fleisch und knusprige Haut. Die Butter tropft in die Backform und kann mit Weißbrot aufgetunkt werden. Wer möchte, kann einen kleinen Spritzer Zitronensaft dazugeben, das macht es etwas frischer.

Thymian - Knoblauch -Butter:
80 g Bio-Butter
2 EL Thymianblätter
2 Knoblauchzehen, gepresst
Salz und Pfeffer

Donnerstag, 29. Juli 2010

Conchiglioni mit Pfifferlingen und Mozzarella

Im Supermarkt habe ich die Muschelnudeln von De Cecco gefunden. Lecker sind die… und ungemein praktisch, wenn man Nudeln füllen möchte, aber gerade keine Zeit hat Ravioli herzustellen. Die Füllung kann sich ganz danach richten, was sich so im Kühlschrank herumtreibt…


Für die Sauce habe ich 500g Pfifferlinge in etwas Olivenöl geröstet und aus der Pfanne genommen. Danach 2 klein geschnittene Tomaten in die Pfanne geben und ebenfalls anbraten, eine Knoblauchzehe dazudrücken und dann wieder die Pfifferlinge und etwas frischen Salbei dazurühren. Nach 2 Minuten mit etwas Sahne ablöschen. Die Sauce sollte nicht zu flüssig geraten. Salzen, pfeffern und einen klein gewürfelten Mozzarella unter die Sauce ziehen.

Die Sauce in die 10 Minuten vorgekochten Muschelnudeln füllen, mit Parmesan bestreuen und ca. 10-15 Minuten im Backofen überbacken.


Der Käse schmilzt in den Muscheln und bildet kleine Mozzarella-Seen…Lecker

Samstag, 17. Juli 2010

Reisküchlein mit Tomatensauce

Irgendwie bleibt bei mir immer viel Reis übrig. Das liegt nicht daran, dass wir zu wenig davon essen, sondern eher, dass ich mich immer in der Menge verschätze. Wir sind richtige Reisliebhaber und ich liebäugele deshalb schon fast mit der Anschaffung eines Reiskochtopfs. Meine Tochter hatte Zeiten, in denen sie jeden Tag Reissuppe verlangte, auch schon zum Frühstück. Naja, das ist zum Glück vorbei ... Zur Verwertung von Reisresten schmecken ihr mittlerweile diese Küchlein viel besser.


Die Zubereitung ist recht einfach, aber es geht nicht schnell, es ist kein Gericht für das schnelle Essen nach Feierabend. Am ehesten eignet sich dafür Risottoreis, Basmatireis oder Thaireis, der "lockere, körnige Reis" ist dafür zu locker und klebt nicht richtig zusammen. Variieren könnt Ihr die Reismasse mit Kräutern, Knoblauch, Parmesan oder etwas Gemüse.

Nehmt den übrig gebliebenen gekochten Reis (ca. 400g) und vermischt ihn mit Gewürzen (ich mag Salz, Kreuzkümmel und Sambal), angebratener Zwiebel und einem Ei. Im Normalfall reicht das schon aus, dass die Reismasse in der Pfanne zusammenhält. Falls es noch nicht hält, könnt ihr noch ein Eigelb und Reismehl dazugeben, dann hält sogar der körnige Reis. Einen guten Löffel von der Reismasse in eine Pfanne mit heißem Öl geben, etwas flachdrücken und ein paar Minuten knusprig anbraten. Dann das Küchlein vorsichtig wenden und von der anderen Seite fertigbraten.

Dazu schmeckt uns am besten eine Tomatensauce oder Tsatsiki und Salat.

Freitag, 16. Juli 2010

Wieder gelandet...

Ihr habt Euch bestimmt gefragt, warum es in den letzten beiden Wochen so ruhig war bei Spicy. Naja, und es Euch bestimmt gedacht.... wir waren im Urlaub, in meinem Lieblingsland, in Griechenland.


Die Liebe zu Griechenland wurde in diesem Jahr einigermaßen auf die Probe gestellt, denn die  Generalstreiks verärgerten viele Reisende. Auch wir haben hin und zurück viele Stunden auf den Flughäfen verbracht. Gestern streikten z.b. die Fluglotsen wie viele andere öffentliche Angestellte gegen die Anhebung des Rentenalters. Mit regelrecht deutscher Genauigkeit wurde der Streik für 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr Ortszeit angekündigt und auch "durchgezogen". Für 4 Stunden war der griechische Luftraum dicht, nur Überflüge waren gestattet. Der Streik sorgte teilweise für tumultartige Szenen....ich hätte ein Video für Euch machen sollen ... Mich hat aber auch sehr geärgert, dass die Passagiere von ihren (deutschen) Reiseveranstaltern unbedingt um 09.00 Uhr am Flughafen abgesetzt wurden, in Kenntnis, dass die Flieger nicht vor 15.00 Uhr starten werden.

Naja, was soll man machen... Ich versuchte entspannt zu bleiben, "genoss" mein Freibrötchen, dass es als Entschädigung für die Verspätung für uns gab und probierte mich durch das Ouzo-Angebot im Duty-free-Laden.


Letztendlich habe ich den Mini von Epom mitgenommen ... er schmeckt übrigens auch in Deutschland prima, das habe ich schon getestet :-) Also "Jamas" und ab morgen gibt es hier auch mal wieder was zu essen....

Montag, 28. Juni 2010

Und nochmal Zucchini: Zucchini-Pesto

Ich war auf der Suche nach einem kalorienarmen, einfachen Belag für Crostini für das Grillen am Wochenende. In einem Toskana-Heft aus der Kreative Küche wurde ich fündig: bei einem schnellen Pesto aus grob geraspelten Zucchini, Zwiebeln, Knoblauch, Parmesan und Gewürzen. Das ganze wird dann sämig gemacht mit Olivenöl und schmeckt himmlich frisch auf Weißbrot oder zu Grillfleisch und -fisch.


Zubereitung:
1-2 Zucchini waschen und grob raspeln. Die Raspel mit Salz vermischen und gut 30 min. Wasser ziehen lassen. Dann in ein Sieb geben und gut ausdrücken.
Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und darin eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe, beides fein geschnitten, anbraten. Die Zucchiniraspel dazugeben und gut 5 Minuten bei geringer Hitze garen. Nach dem Abkühlen mit einem Esslöffel Parmesan vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Es empfiehlt sich, noch einen EL Olivenöl unter zu mischen, dann wird es sämiger. (Wer Kreuzkümmel mag, kann damit auch noch würzen.)
Das Pesto kann kalt auf Crostini gegessen werden. Es schmeckt aber auch warm, geröstet unter dem Backofengrill mit etwas Parmesan oben drauf.

Montag, 21. Juni 2010

Bezwingung der Zucchini: Zucchini-Boote

Lasch, langweilig, wässrig…. mir fällt noch mehr ein, was ich über die Zucchini schreiben könnte. Es gibt sie eigentlich nicht sehr häufig bei mir. Nicht, dass sie mir nicht schmeckt, meistens finde ich sie nur einfach langweilig. Aber man kann ihr bestimmt einigen Charme entlocken, wenn man sich richtig Mühe gibt.

Um diesen wässrigen Geschmack zu umgehen, schneide ich die Zucchini längs in zwei Hälften und schabe den Mittelteil heraus. Damit ist auch Platz gemacht für leckere Füllungen. So als Böotchen für Gehacktes, Käse etc.. macht sie sich nämlich prima:


In die Füllung kam folgendes: Hackfleisch, Salbei, Tomatenstückchen (frisch und etwas getrocknete), salziger Feta, Knoblauch, Salz und Pfeffer. Darüber großzügig etwas Olivenöl geben und für gute 30 min in den Backofen schieben. Noch ein wenig knuspriges Weißbrot dazu…

Donnerstag, 10. Juni 2010

Flammkuchen mit Spargel und Haselnüssen

Hier noch ein letztes Gericht mit Spargel, bevor die Saison vorbei ist. Die Idee mit dem dünnen Spargel habe ich von Smitten kitchen, sie war es nämlich, die für eine Pizza den Spargel hauchdünn mit dem Sparschäler längs in Scheiben schnitt.


Der Rest bestimmte sich durch die Sachen, die ich zu Hause hatte: Flammkuchenteig dünn mit Schmand bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen. Den grünen Spargel dünn aufschneiden und in einer Schüssel mit etwas Öl, Knoblauch und Salz vermischen und auf dem Flammkuchen verteilen. Ziegenfrischkäse und gehackte Haselnüsse darübergeben und backen... lecker...

Freitag, 4. Juni 2010

Orecchiette mit grünem Spargelpesto

Einfach nur gut waren diese Orecchiette mit Spargelpesto. Gekocht hat sie ein Freund für mich, der sehr gerne Lanz kocht schaut. Es ist ein Rezept von Johann Lafer aus der Sendung und es war einfach super. Orecchiette werden vermischt mit grünem Spargelpesto, grünen Spargelspitzen, gebratenem Knoblauch und Garnelen.

Abwandlung von A.: Er gab noch etwas getrocknete Tomaten dazu. Ehrlich gesagt war das für mich der ganz besondere Clou an dem Gericht. Das mache ich auf jeden Fall noch mal vor dem Ende der Spargelsaison.

Mittwoch, 2. Juni 2010

365 Tage

Die Zeit fliegt dahin und schon ist ein Jahr Bloggen vorbei: Ein tolles Jahr, in dem ich viele nette Leute virtuell kennenlernte und dank Euch neue Vorlieben entdeckte, wie die asiatischen Küchen.

Wie Ihr seht, habe ich ein wenig am Äußeren von Spicy gebastelt und diese "Seiten", die Blogger seit kurzem anbietet, eingearbeitet. Endlich habe ich begriffen, wie das geht ... Da hatte ich ein paar Wochen ein Brett vor dem Kopf :-), es geht eigentlich ganz einfach.

Dort oben stelle ich Euch jetzt auch mein "Lesefutter" vor. Wie sich das bewährt, muss ich erst mal sehen. Noch befürchte ich, dass so eine Seite, wenn man Kommentare zulässt, mit der Zeit etwas unübersichtlich werden wird, weil vielleicht unklar ist, auf was sich der jeweilige Kommentar bezieht.

Dann gibt es jetzt auch ein alphabetisches Rezepteregister, da ich selbst schon kaum mehr was gefunden habe :-) und eine Liste mit Links zu Gerichten, die ich ausprobieren möchte. Ich vergesse sonst einfach zu viel. Für beide Seiten brauche ich noch so ein bis zwei Tage, um alle Links vollständig zu erfassen.

Und das gibt es heute zu essen: Avocado-Melonen-Salat mit Chili und Limone. Ein absoluter Knaller für den Sommer, schließlich war ja gestern  auch meteorologischer Sommeranfang.


Zubereitung:
1 Avocado klein schneiden und mit dem Saft einer Limone beträufeln. Eine halbe Galiamelone, 4 kleine Frühlingszwiebeln und eine Chili klein schneiden und mit der Avocado vermischen. Eine halbe Stunde ziehen lassen, fertig. Eventuell salzen und pfeffern falls nötig.

Quelle: Handbuch der Gewürze von Sallie Morris

Sonntag, 30. Mai 2010

Klappt es mit Schokoladeneis?

Das Pistazieneis hat ja nicht soo viel gebracht. Das Wetter war zwar schöner als vorher, aber heute ist es wieder mal so schlecht, da muss ich härtere Waffen auffahren. Ich probiere es jetzt mal mit Schokoladeneis.

Das Rezept habe ich bei Küchenlatein entdeckt. Ulrike versuchte damit auch schon, die Sonne zu halten. Leider hat es bei ihr erst mal nix genützt. Ich fand das Rezept aber so lecker, dass ich damit unbedingt ein zweiter Versuch starten möchte. Meine Tochter ist ein riesen Ben & Jerry`s Fan und fand das Eis klasse. Ich übrigens auch.



Das Rezept findet ihr hier bei Küchenlatein...

Freitag, 28. Mai 2010

Hallo Sonne... es gibt Eis

Ich versuchs jetzt mal mit einem Lockmittel ... irgendwo muss sie doch sein, die Sonne meine ich. Vielleicht mag sie ja Eis und traut sich aus ihrem Versteck heraus. Deshalb mache ich diese Woche mal ganz viel Eis ... Mal sehen , ob es was nützt.

Also, meine Lieblingseissorte ist Zitroneneis, aber gleich danach kommt für mich Pistazieneis, Früher gab es das bei allen Eisdielen, heute machen es unsere örtlichen Italiener nur selten. Warum weiß ich auch nicht, wahrscheinlich ist es zu teuer. Wenn ich es sehe, schlage ich gleich zu und gleiche mein Defizit aus.

Mir war schon klar, dass mein Eis nicht so werden wird wie beim Italiener. Kennt ihr dieses feine, grüne Eis? Dafür braucht man Pistazienmark oder – paste. Kaufen kann ich das bei uns nicht, große Mengen bestellen möchte ich nicht. Früher hätte man zum Bäcker um die Ecke gehen können, als richtige Bäcker noch Pistazienmark für Buttercreme etc. verwendet haben. Aber bei uns gibt es fast nur noch Bäckereiketten, in denen tiefgefrorene Teilchen von Verkäuferinnen in einem Backofen hineingeschoben werden. Seufz…ganz anderes Thema.

Also dann lieber Eis mit Pistazienstückchen. Gehalten habe ich mich an ein Rezept aus dem Buch Eiscreme von Susanna Tee aus dem Parragon-Verlag.



Zutaten (für ca. 1 kg Eis):
875 ml Milch
1 Vanillestange, aufgeschlitzt
9 Eigelb
200g feiner Zucker
2 EL Amaretto
150g blanchierte, gehäutete und gehackte Pistazienkerne
evtl. grüne Lebensmittelfarbe (habe ich weggelassen)

Die Milch in einem Topf gemeinsam mit der Vanillestange zum Sieden bringen. Den Topf vom Herd nehmen und 15 Minuten ziehen lassen.

Eigelb und Zucker in eine Schüssel geben und aufschlagen, bis die Masse cremig und fest ist. Die Milch ohne Vanillestange unter Rühren unter die Eimasse geben. Diese Creme über Wasserdampf eindicken, dann eine Stunde abkühlen lassen. Den Amaretto hinzugeben. Die Creme in die Eismaschine füllen und gefrieren lassen. Die gehackten Pistazien sollte man unterrühren, wenn die Masse fast gefroren ist.

Das Eis ist gut, aber einfach nicht mein Pistazieneis, dafür brauche ich dann wohl doch Pistazienmark…

Montag, 24. Mai 2010

Das wird keine Liebe mehr...

zum Blumenkohl..... Nöööö, der hat es mir nicht sehr angetan. Dennoch schaut er immer so schön aus beim Gemüsehändler, deshalb landet er schon ab und zu in meinem Einkaufskorb. Meistens mache ich aus ihm nur einen Salat, blanchiere ihn also kurz und mariniere ihn in Essig und Öl. So gibt es ihn in Franken manchmal als Beilagensalat zu deftigen Hauptgerichten wie Schweinebraten oder Schäufele und ich muss gestehen, dass ich das ab und zu ganz gerne mag.

Ehrlich gesagt hören dann meine Blumenkohl-Fantasien schon auf. Eline und Suse versuchten ja schon mal, mich zu bekehren. Also so ganz abgeneigt bin ich dank Euch dem Blumenkohl mittlerweile nicht mehr. Naja, heute wollte ich ihn mal ganz anders und vor allem scharf ausprobieren und das ist daraus geworden:

Scharfer Blumenkohl mit Ingwer, Kreuzkümmel, Sahne
und dazu knusprige Kartoffeln.


Die Inspiration holte ich mir aus meinem großen vegetarischen Kochbuch von Madhur Jaffrey.

Zutaten (für 4 Personen):
1-2 Köpfe Blumenkohl (ca. 1 kg), in kleinen Röschen
2 cm frischer Ingwer, geschält und in winzige Stücke geschnitten
1-2 frische grüne Chilis (ich hatte nur rote zu Hause)
4 EL frisches Koriandergrün (hatte ich leider nicht zu Hause)
250 ml Sahne
125 ml Milch
1 TL Salz
1 TL Kreuzkümmel habe ich dazugegeben, da ich ihn sehr gerne mag.
etwas Kurkuma für die Farbe

Alle Zutaten in einem großen Schmortopf zum Kochen bringen, die Hitze reduzieren und zugedeckt 5-8 Min. kochen lassen, dabei gelegentlich umrühren. Den Blumenkohl herausnehmen und die Sauce mit etwas Kurkuma 1-2 Minuten einkochen lassen. Dann den Blumenkohl wieder zugeben und in der Sauce heiß halten. Ich mag den Blumenkohl (wenn überhaupt) knackig, deshalb habe ich der Sache nicht sooo viel Zeit gegeben.

Dazu habe ich in meiner Lieblingspfanne (aus Silargan) rohe Kartoffelscheiben knusprig angebraten, gesalzen und etwas gepfeffert. Die Kartoffeln dann gemeinsam mit dem Blumenkohl und der Sauce servieren.

Also erwartet keine Begeisterungstürme von mir. Aber das war schon ganz in Ordnung. Für mich gewinnt das Gericht sehr dadurch, dass der Blumenkohl durch die tollen Gewürze nicht mehr sehr nach Blumenkohl schmeckt :-). Aber ich würde es nochmal machen, echt... Jetzt habe ich tatsächlich ein Post über Blumenkohl gemacht....zu was einem das Bloggen alles treibt :-)

Freitag, 21. Mai 2010

Pasta mit Roastbeef und cremiger Käsesoße

Endlich ist wieder Zeit für das Bloggen. Beruflich bedingt musste ich eine kleine "Zwangspause" einlegen. Aber jetzt ist das Projekt abgeschlossen, alle Fristen sind eingehalten und nun ist wieder Zeit für den Genuss. Der blieb nämlich die letzten zwei Wochen auf der Strecke, auch wenn Pizzaservice, der Asiate um die Ecke und Fischstäbchen schon mal ganz gut sind: jetzt reicht es mir damit...

Das Pastagericht machte ich schon vor ein paar Wochen, ich habe es nur nicht bloggen können. Es ist ein Rezept aus der Servicezeit von Meuth und Neuner-Duttenhofer.



Zutaten für vier Personen:

300 g Pasta
Salz
100 g Gorgonzola
100 ml Sahne
½ Glas Weißwein
Pfeffer, evtl. Macis und Ras el Hanout
400 g Roastbeef
1 EL Speisestärke
2 EL Olivenöl
eventuell 1 grüne Chilischote
1 Schalotte
1-2 EL Rinderfond
1 Schuss Brühe
1 Spritzer Rotweinessig
1 Schuss Portwein
1 Spritzer Balsamessig
frische Minze
Parmesan

Das Wasser aufsetzen, salzen, die Nudeln nach Packungsaufschrift bissfest kochen.

In der Zwischenzeit in einem Topf den Käse in Sahne und Weißwein auflösen, dabei großzügig mit Pfeffer oder mit Macis und Ras el Hanout würzen.
Das Fleisch in Scheiben, diese wiederum in schmale Streifen schneiden, mit Speisestärke überpudern und sie gut einreiben. In einer Pfanne das Öl erhitzen, die Fleischstreifen bei starker Hitze anbraten, eventuell fein geschnittenen grünen Chili hinzufügen, salzen sowie pfeffern und die Schalotte hinzugeben. Herausheben und beiseite stellen. Den Bratensatz mit etwas Rinderfond, Brühe, Rotweinessig und Portwein loskochen. Einige Minuten einkochen, bis die Soße fast sirupartig ist, mit etwas Salz, Pfeffer und Balsamico würzen, dann das Fleisch in die Pfanne zurückgeben und darin schwenken.
Schließlich die tropfnassen Nudeln in der Käsesoße wenden, den geriebenen Parmesan unterrühren und auf vorgewärmten Tellern verteilen. Das Fleisch mit der Soße darauf anrichten. Zum Schluss die fein geschnittene Minze darüberstreuen.
So und jetzt schaue ich bei Euch, was ihr die letzten zwei Wochen Schönes gekocht habt und dann verschwinde ich in meiner Küche und mache ein Brathähnchen mit viel, viel Butter und Knoblauch

Dienstag, 11. Mai 2010

Nachgekocht: Asparagi alla Milanese


Letzte Woche gab es „Asparagi alla Milanese“ bei Mestolo. Das hat mir sofort gefallen, ein schönes puristisches Gericht mit tollen Zutaten. Außerdem habe ich noch nie Spargel gebraten und war recht gespannt darauf, wie das schmecken wird.

Ich fand es noch leckerer als gekochten Spargel. Da ich weißen Spargel zu Hause hatte, wurde es eben der…Ich kann mir aber vorstellen, dass der grüne Spargel mit seinem nussigen Geschmack besonders gut gebraten schmeckt.

Hier – für die Übersicht - noch einmal das Rezept von Mestolo:

500g grünen Spargel
2 Eier
Parmesan
Butter

Den Spargel, wenn nötig im unteren Drittel schälen und in der Pfanne braten. Die Butter zerlassen und vorsichtig bräunen. Zwei Spiegeleier braten. Den Spargel auf vorgewärmten Tellern anrichten, mit der Butter begießen und dem Parmesan bestreuen.

Wie Ihr seht habe ich uns noch ein paar Austernpilze dazu gebraten und mit Fleur de Sel bestreut. Das gibt es auf jeden Fall mal wieder...


Dienstag, 4. Mai 2010

Vor dem Sommer noch was mit Meerrettich

Ich finde es total schön, wenn in der Küche auf dem Herd ein großer Topf mit Fleischbrühe vor sich hin brodelt. Da ist es mir egal ob es kalt ist oder warm, Brühe brauche ich immer.


Selten hatte ich aber Kochfleisch in so fantastischer Qualität wie das hier. Das war einfach Glück, denn es ließ sich nach dem Kochen ganz einfach auf der Zunge zerdrücken und genießen.

Und deshalb war es auch der perfekte Partner, um endlich eine Merrettichsauce aus meinem Schuhbeck`schen Rezeptfundus auszuprobieren, die schon lange auf meiner Liste stand. 

Meerrettichsauce:
1-2 mehlige Kartoffeln (ca. 150 g)
2 TL Puderzucker
100 ml Weißwein
500ml Brühe
200g Sahne
frisch geriebener Meerrettich, nach Geschmack (altern. 2 EL Meerrettich aus dem Glas)
20g kalte Butter
Salz

500 ml Brühe in einen kleinen Topf geben. Die Kartoffeln schälen und würfeln und in 10-15 min. darin bei kleiner Hitze weich garen.
Den Puderzucker in einem kleinen Topf hell karamellisieren, mit Weißwein ablöschen und auf ein Drittel einkochen lassen. Die Brühe mit den Kartoffelwürfeln, der Sahne und dem Meerrettich zum Weißwein geben und zu einer sämigen Sauce pürieren. Die Butter untermixen und alles mit Salz abschmecken. Dazu schmecken Kartoffeln und etwas Frühlingsgemüse.

Die Sauce kommt in mein Standardprogramm, sie schmeckt gut und hat eine schöne Konsistenz. Man kann sie (ohne Meerrettich) auch gut abwandeln, z.B. mit Zitrone, Zitronenschale und Knoblauch.

Sonntag, 2. Mai 2010

Pasta mit Fleischbällchen und Erbsen

Im Frühjahr gehören Schalerbsen zu meinen Lieblingsgemüsen. Laut Larousse Gastronomique waren sie besonders im 17. Jahrhundert in Frankreich beliebt, nachdem der Küchenchef Ludwigs XIV. neue Erbsensorten aus Italien mitgebracht hatte.


Und noch heute stammen die frischen Schalerbsen, die momentan bei uns auf dem Markt angeboten werden vor allem aus Frankreich und manchmal auch aus Spanien.

Schalerbsen sind wahre Schönheiten, oder? Die Samen lassen sich ganz leicht aus der (nicht genießbaren) Hülse lösen. das macht fast keine Arbeit.


Aus meinem Kilogramm Hülsen "ernetete" ich ca. 200 g Erbsen, die - nachdem sie in Salzwasser gekocht wurden - so gut, frisch und süß schmecken, dass ich sie immer wieder gerne mache. Diesmal sollten sie in eine Pastasauce.

Die gut gewürzten Fleischbällchen aus Rinderhack habe ich einige Minuten in Olivenöl angebraten und aus der Pfanne genommen. Dann etwas Knoblauch darin anbraten und einen Becker Sahne, einen halben Becher Brühe und den Saft einer kleinen halben Zitrone in die Pfanne geben. Die Sauce ein paar Minuten einkochen lassen und abschmecken. Dann können die Bällchen wieder dazu und alles sollte nur noch ziehen, bis die Pasta gar ist. Ganz zum Schluss kommen die vorgekochten Erbsen unter die Sauce.


Die Sauce mit Parmesan unter die Pasta rühren. Total lecker...

Mittwoch, 28. April 2010

fast vergessen .... Spargelröllchen

Robert hat mich am Montag an etwas erinnert. Er hat diese elegante Spargelrolle gemacht, die einfach fantastisch aussieht. Und da ist mir ein Rezept aus der "Lust auf Genuss" vom April wieder eingefallen. Es ging um das Thema Rund ums Brot. Jedenfalls gab es auch ein paar Seiten mit einfachen Snacks oder Beilagen und dort fielen mit diese kleinen Spargelröllchen auf.

Die Idee ist zwar nicht elegant, aber recht nett und geschmeckt haben sie auch gut, sogar den "Nicht-Spargel-Essern". Es gab dazu Spargelsalat und Hähnchenroulade (schon wieder gerollt!).


Die Herstellung ist einfach. Nehmt eine Scheibe Vollkorntoast und walzt es mit dem Nudelholz platt. Danach streicht Ihr eine Mischung aus Frischkäse, etwas Zitronensaft, Hauch Knoblauch, Kräuter, etwas Parmesan, Salz und Pfeffer auf das Toastbrot. Macht den Aufstrich einfach nach Eurem Geschmack. Darauf kommen zwei halbe Grünspargel ( vorher ca. 4 Min. gekocht). Das Toastbrot kann dann fest aufgerollt werden. Es hält selbst zusammen, ich brauchte keine Zahnstocher etc. zum befestigen. Dann wird das Röllchen ein paar Minuten im Olivenöl in der Pfanne knusprig braun gebraten.


"Leicht" ist das Röllchen nicht. Das Toastbrot saugt sich mit dem Olivenöl schön voll :-) Vielleicht wäre Butter noch besser gewesen? Ich werde weiter testen ...

Montag, 26. April 2010

Klare Spargelsuppe mit Schinkenklösschen

Eline schrieb es schon letzte Woche, dass ihr die Hype um Spargel und Bärlauch und deren inflationäres Auftauchen auf den Speisekarten zur Zeit nicht gefällt. Mir geht das ganz ähnlich. Ich mag Spargel, aber so ein ganzes Pfund mit Butter und Schinken, das ist mir einfach zu langweilig. Ein paar Stangen Spargel in einem Frühlingsgemüseragout hingegen finde ich recht lecker. Es kommt halt auch hier auf die Dosis an.

Bei uns zu Hause darf ich den Spargel ganz alleine essen. Keiner sonst mag ihn. Deshalb gehört diese Suppe zu den bei uns beliebten "Kombinationsessen", d.h., dass für jeden etwas dabei ist. Meine Tochter isst es als Brühe, A. als Brühe mit Schinkenklösschen und für mich ist es eine klare Spargelsuppe mit Schinkenklösschen... irgendwie praktisch :-)


Für diese Brühe finden auch die Spargelreste Verwendung. Der Spargel wird geputzt und danach können alle Schalen und (holzigen) Abschnitte erst mal gut 30 Minuten in 1,5 Liter Gemüse- oder Hühnerbrühe mit etwas Ingwer ziehen. Das gibt eine sehr aromatische Spargelbrühe, die man noch ein wenig einkochen sollte, bis nur noch 1 Liter Flüssigkeit übrig bleibt.

In der Zwischenzeit kann man die Schinkenklösschen zubereiten. Man braucht dazu für ca. 10 kleine Schinkenklösschen:

1 Ei
1 EL Quark oder Ricotta
1 EL Schnittlauch
50g klein gewürfelten Kochschinken
ca. 2 Scheiben Vollkorntoast, in kleine Würfel geschnitten
Salz und Pfeffer


Die Zutaten für die Klösschen vermischen und den Teig etwas stehen lassen. Danach daraus mit zwei Löffeln Klösschen abstechen und im Salzwasser ca. 10 Minuten ziehen lassen.

Den geputzten Spargel in mundgerechte Stücke schneiden und in der Brühe gar ziehen lassen. Gemeinsam mit den Klösschen in Suppentellern servieren. Dazu passt noch geröstetes Brot.

Montag, 19. April 2010

Schweinefilet mit Artischocken

Wenn ich frische Artischocken auf dem Markt sehe, dann kann ich nicht anders, ich muss sie einfach kaufen und mitnehmen. Seitdem ich über Nathalie diese Anleitung gefunden habe, klappts auch mit dem Putzen besser. Es geht relativ schnell und das Gute ist, man kann die Artischocken prima vorbereiten. Die warten in ihrem Zitronenbad auch ein paar Stunden auf ihren Einsatz.

Also Artischocken nach Anleitung putzen und ca. 15-20 min. vorkochen. Dann in Viertel schneiden und in Öl mit etwas Tomaten und Knoblauch anbraten, salzen und pfeffern. Dazu gab es bei mir einfach einen Spieß mit Schweinefilets.