Samstag, 23. Januar 2010

Pasta mit Safran-Sahnesauce



Gaaaaanz einfach, noch einfacher als Panini mit Grillgemüse. Und es macht mindestens genauso glücklich. Wegen des drohenden „Liebesgürtels“, wie Arthurs Tochter das so schön ausdrückt, gibt es für mich einfach weniger Pasta und Sauce, dafür aber mehr Fisch auf dem Teller. In diesem Fall ein Stück Bio-Barsch.

Wichtig ist die Qualität des Safrans. Wie bei allen Gerichten mit wenigen Zutaten ist es entscheidend, hier nicht zu sparen. Ich hatte Glück und sehr guten iranischen Safran zu Hause. Safran hat ein unvergleichliches, etwas bitteres Aroma und gibt Speisen diese tolle leuchtend gelbe Farbe. Ich liebe dieses Gewürz sehr. Schon ein paar Fäden reichen und man bekommt Gerichte mit unvergleichlichem Geschmack. Es sind drei Substanzen im Safran, die das bewirken: Safranal ist für den kräftig aromatischen Duft zuständig, Picrocrocin ist der Bitterstoff für den bitter-süßen Geschmack und Crocin liefert die wunderschöne Farbe. Safran sollte nicht lange mitkochen, da sich die Aromastoffe schnell wieder verlieren. Je länger Safran mitkocht, desto intensiver wird die Farbe und umso schwächer das Aroma.

Zutaten (für 2-3 Personen):
300g Pasta
1 kleine Schalotte, klein geschnitten
etwas Butter
200 ml Sahne
ca. 100 ml Weißwein
ca. 15 Safranfäden (in ein paar Löffeln warmen Wasser)

Die Schalotte in etwas Butter glasig braten und mit der Sahne ablöschen. Den Wein dazugeben und alles zusammen ca. 15 Minuten ganz sanft köcheln lassen. 3-4 Minuten vor Ende der Kochzeit die eingeweichten Safranfäden dazugeben. Nach 15 Minuten ist die Sauce etwas dicklich und ungeheuer aromatisch. Die Pasta bissfest kochen und mit der Sauce vermischen.

Kommentare:

Arthurs Tochter hat gesagt…

Lecker, schnell, gut! Und vielleicht kommt George ja trotzdem vorbei, wenn Du so lecker kochst - auch ganz ohne Gürtel ;))

ps. ich habe festgestellt, dass der Safran, den ich mir beim türkischen Händler kaufe, meistens aus Spanien stammt. Ich konnte bisher keinen signifikanten Qualitätsunterschied zum iranischen feststellen. Wir haben iranische Nachbarn, und da fällt nach einer Urlaubsreise in der Heimat immer mal etwas für mich ab. Unsere Nachbarin mahlt ihn übrigens immer gemeinsam mit Zucker.

Isi hat gesagt…

Es gibt bestimmt in allen Ländern guten und schlechten... Mein iranischer zur Zeit ist super, da hatte ich schon ganz anderen. Das mit dem Zucker kenne ich auch.

Cherry Blossom hat gesagt…

Hallo Isi...oh ja der Gürtel ;-) Sieht köstlich aus und von dem Barsch darfst Du mir gerne auch ein großes Stück auftun...
Ich kaufe meinen Safran im Bioladen der Marke Sonnentor - muss mal schauen woher der stammt...

Toni hat gesagt…

Safransahnesauce ist was feines. Das mit dem Zucker mahlen mach ich auch, danach löse ich das ganze mit etwas erwärmtem Weißwein auf.

Auf ein schönes Stück Fisch hätte ich auch Lust heute, aber ich mag nicht mehr in dieses scheußliche Wetter raus...

kitchen roach/galley roach hat gesagt…

danke fuer die info ueber Safran. Koche nie damit, obwohl ich seit ein paar Monaten Safran in pulverform habe. ob das noch schmeckt? by the way, Deine Nudeln sehen zum Reinbeissen aus.

Suse hat gesagt…

@Toni und AT,
ist vielleicht ne blöde Frage, aber wird das nicht zu süß, wenn der Safran mit Zucker zusammen verwendet wird? Oder ist die Menge so klein, dass es nicht durchschmeckt.
Allerdings hätte ich bei einigen Gerichten kein Problem mit Safranfäden, die man auch sieht, und dazu würde die von Isi vorgestellte Pasta definitiv gehören.

Isi hat gesagt…

@Cherry Blossom
Der Barsch war sehr lecker...

@Toni
bei uns ist das Wetter auch scheußlich, leider :-( Klappt das Auflösen wirklich leichter in Weißwein? ich muss das mal ausprobieren.

@kitchen roach
Ich weiß leider nicht, wie lange die Pülverchen das Aroma halten. ich kaufe halt kein Pulver, da das oft gestreckt ist.

@Susa
Ja, das würde mich auch interessieren. Ein paar Minuten mitgekocht ist der Safran bei mir eigentlich aufgelöst. Die Fäden auf dem Bild habe ich nur als Deko drüber.

Arthurs Tochter hat gesagt…

@Suse: Da hast Du definitiv recht! Ich habe mir mal diesen gemahlenen Zuckersafran von der Nachbarin geliehen, und fand es viel zu süß! Ich kann mich jetzt gar nicht mehr an das Gericht erinnern, für den ich ihn gebraucht habe, (irgendwas mit Huhn war es) aber gefallen hat es mir nicht, dass weiß ich noch!

Toni hat gesagt…

Zum Zucker: ich nehm da nur wenig. Eine Prise und zusätzlich etwas Salz, das erleichtert das Mörsern.

Durch die Säure im Weißwein löst sich die Farbe besser. Meine Safranerfahrung...

Arthurs Tochter hat gesagt…

ahhhh! ok, Toni, dann verstehe ich jetzt auch Deinen Kommentar bei mir zum Safranhuhn besser! :)

Isi hat gesagt…

Danke Toni für die Info. das mit dem Weißwein probiere ich beim nächsten Mal aus.

Susa hat gesagt…

In Griechenland hat man mir tatsächlich mal Kurkuma als Safran untergejubelt... und dabei blüht der auch noch bei uns in der Einfahrt!

Ellja hat gesagt…

Ich werde das demnächst probieren, Rotbarsch mit Safransauce habe ich selber ein Rezept, aber ich frage mich, wie die Sauce mit einen in lardo gewickelten und gebratenen Fisch (Zander?) schmecken könnte...

Isi hat gesagt…

@Susa
wie gemein... deshalb kaufe ich kein Pulver, weil das oft mit Kurkuma gestreckt sein soll.

@Ellja
Ich liebe Lardo, das kann ich mir schon gut dazu vorstellen. Zander weiß ich nicht so richtig, ich persönlich mag Zander nicht so gerne. Aber Fisch, Lardo und die Sauce, das lohnt einen Versuch. Sag mal Bescheid, wie es passte.

Tanja Hammerl hat gesagt…

Habe ich gestern Abend nachgekocht. War ein Gedicht! Danke für das tolle Rezept!

Isi hat gesagt…

@Tanja
Das freut mich sehr :-)

Ellja hat gesagt…

hab ich gemacht: kabeljau mit lardo gebraten, Tagliatelle mit Deiner Safran-Sauce... war köstlichst...werds mal posten!

Isi hat gesagt…

Ich bin gespannt Ellja.