Sonntag, 30. Mai 2010

Klappt es mit Schokoladeneis?

Das Pistazieneis hat ja nicht soo viel gebracht. Das Wetter war zwar schöner als vorher, aber heute ist es wieder mal so schlecht, da muss ich härtere Waffen auffahren. Ich probiere es jetzt mal mit Schokoladeneis.

Das Rezept habe ich bei Küchenlatein entdeckt. Ulrike versuchte damit auch schon, die Sonne zu halten. Leider hat es bei ihr erst mal nix genützt. Ich fand das Rezept aber so lecker, dass ich damit unbedingt ein zweiter Versuch starten möchte. Meine Tochter ist ein riesen Ben & Jerry`s Fan und fand das Eis klasse. Ich übrigens auch.



Das Rezept findet ihr hier bei Küchenlatein...

Freitag, 28. Mai 2010

Hallo Sonne... es gibt Eis

Ich versuchs jetzt mal mit einem Lockmittel ... irgendwo muss sie doch sein, die Sonne meine ich. Vielleicht mag sie ja Eis und traut sich aus ihrem Versteck heraus. Deshalb mache ich diese Woche mal ganz viel Eis ... Mal sehen , ob es was nützt.

Also, meine Lieblingseissorte ist Zitroneneis, aber gleich danach kommt für mich Pistazieneis, Früher gab es das bei allen Eisdielen, heute machen es unsere örtlichen Italiener nur selten. Warum weiß ich auch nicht, wahrscheinlich ist es zu teuer. Wenn ich es sehe, schlage ich gleich zu und gleiche mein Defizit aus.

Mir war schon klar, dass mein Eis nicht so werden wird wie beim Italiener. Kennt ihr dieses feine, grüne Eis? Dafür braucht man Pistazienmark oder – paste. Kaufen kann ich das bei uns nicht, große Mengen bestellen möchte ich nicht. Früher hätte man zum Bäcker um die Ecke gehen können, als richtige Bäcker noch Pistazienmark für Buttercreme etc. verwendet haben. Aber bei uns gibt es fast nur noch Bäckereiketten, in denen tiefgefrorene Teilchen von Verkäuferinnen in einem Backofen hineingeschoben werden. Seufz…ganz anderes Thema.

Also dann lieber Eis mit Pistazienstückchen. Gehalten habe ich mich an ein Rezept aus dem Buch Eiscreme von Susanna Tee aus dem Parragon-Verlag.



Zutaten (für ca. 1 kg Eis):
875 ml Milch
1 Vanillestange, aufgeschlitzt
9 Eigelb
200g feiner Zucker
2 EL Amaretto
150g blanchierte, gehäutete und gehackte Pistazienkerne
evtl. grüne Lebensmittelfarbe (habe ich weggelassen)

Die Milch in einem Topf gemeinsam mit der Vanillestange zum Sieden bringen. Den Topf vom Herd nehmen und 15 Minuten ziehen lassen.

Eigelb und Zucker in eine Schüssel geben und aufschlagen, bis die Masse cremig und fest ist. Die Milch ohne Vanillestange unter Rühren unter die Eimasse geben. Diese Creme über Wasserdampf eindicken, dann eine Stunde abkühlen lassen. Den Amaretto hinzugeben. Die Creme in die Eismaschine füllen und gefrieren lassen. Die gehackten Pistazien sollte man unterrühren, wenn die Masse fast gefroren ist.

Das Eis ist gut, aber einfach nicht mein Pistazieneis, dafür brauche ich dann wohl doch Pistazienmark…

Montag, 24. Mai 2010

Das wird keine Liebe mehr...

zum Blumenkohl..... Nöööö, der hat es mir nicht sehr angetan. Dennoch schaut er immer so schön aus beim Gemüsehändler, deshalb landet er schon ab und zu in meinem Einkaufskorb. Meistens mache ich aus ihm nur einen Salat, blanchiere ihn also kurz und mariniere ihn in Essig und Öl. So gibt es ihn in Franken manchmal als Beilagensalat zu deftigen Hauptgerichten wie Schweinebraten oder Schäufele und ich muss gestehen, dass ich das ab und zu ganz gerne mag.

Ehrlich gesagt hören dann meine Blumenkohl-Fantasien schon auf. Eline und Suse versuchten ja schon mal, mich zu bekehren. Also so ganz abgeneigt bin ich dank Euch dem Blumenkohl mittlerweile nicht mehr. Naja, heute wollte ich ihn mal ganz anders und vor allem scharf ausprobieren und das ist daraus geworden:

Scharfer Blumenkohl mit Ingwer, Kreuzkümmel, Sahne
und dazu knusprige Kartoffeln.


Die Inspiration holte ich mir aus meinem großen vegetarischen Kochbuch von Madhur Jaffrey.

Zutaten (für 4 Personen):
1-2 Köpfe Blumenkohl (ca. 1 kg), in kleinen Röschen
2 cm frischer Ingwer, geschält und in winzige Stücke geschnitten
1-2 frische grüne Chilis (ich hatte nur rote zu Hause)
4 EL frisches Koriandergrün (hatte ich leider nicht zu Hause)
250 ml Sahne
125 ml Milch
1 TL Salz
1 TL Kreuzkümmel habe ich dazugegeben, da ich ihn sehr gerne mag.
etwas Kurkuma für die Farbe

Alle Zutaten in einem großen Schmortopf zum Kochen bringen, die Hitze reduzieren und zugedeckt 5-8 Min. kochen lassen, dabei gelegentlich umrühren. Den Blumenkohl herausnehmen und die Sauce mit etwas Kurkuma 1-2 Minuten einkochen lassen. Dann den Blumenkohl wieder zugeben und in der Sauce heiß halten. Ich mag den Blumenkohl (wenn überhaupt) knackig, deshalb habe ich der Sache nicht sooo viel Zeit gegeben.

Dazu habe ich in meiner Lieblingspfanne (aus Silargan) rohe Kartoffelscheiben knusprig angebraten, gesalzen und etwas gepfeffert. Die Kartoffeln dann gemeinsam mit dem Blumenkohl und der Sauce servieren.

Also erwartet keine Begeisterungstürme von mir. Aber das war schon ganz in Ordnung. Für mich gewinnt das Gericht sehr dadurch, dass der Blumenkohl durch die tollen Gewürze nicht mehr sehr nach Blumenkohl schmeckt :-). Aber ich würde es nochmal machen, echt... Jetzt habe ich tatsächlich ein Post über Blumenkohl gemacht....zu was einem das Bloggen alles treibt :-)

Freitag, 21. Mai 2010

Pasta mit Roastbeef und cremiger Käsesoße

Endlich ist wieder Zeit für das Bloggen. Beruflich bedingt musste ich eine kleine "Zwangspause" einlegen. Aber jetzt ist das Projekt abgeschlossen, alle Fristen sind eingehalten und nun ist wieder Zeit für den Genuss. Der blieb nämlich die letzten zwei Wochen auf der Strecke, auch wenn Pizzaservice, der Asiate um die Ecke und Fischstäbchen schon mal ganz gut sind: jetzt reicht es mir damit...

Das Pastagericht machte ich schon vor ein paar Wochen, ich habe es nur nicht bloggen können. Es ist ein Rezept aus der Servicezeit von Meuth und Neuner-Duttenhofer.



Zutaten für vier Personen:

300 g Pasta
Salz
100 g Gorgonzola
100 ml Sahne
½ Glas Weißwein
Pfeffer, evtl. Macis und Ras el Hanout
400 g Roastbeef
1 EL Speisestärke
2 EL Olivenöl
eventuell 1 grüne Chilischote
1 Schalotte
1-2 EL Rinderfond
1 Schuss Brühe
1 Spritzer Rotweinessig
1 Schuss Portwein
1 Spritzer Balsamessig
frische Minze
Parmesan

Das Wasser aufsetzen, salzen, die Nudeln nach Packungsaufschrift bissfest kochen.

In der Zwischenzeit in einem Topf den Käse in Sahne und Weißwein auflösen, dabei großzügig mit Pfeffer oder mit Macis und Ras el Hanout würzen.
Das Fleisch in Scheiben, diese wiederum in schmale Streifen schneiden, mit Speisestärke überpudern und sie gut einreiben. In einer Pfanne das Öl erhitzen, die Fleischstreifen bei starker Hitze anbraten, eventuell fein geschnittenen grünen Chili hinzufügen, salzen sowie pfeffern und die Schalotte hinzugeben. Herausheben und beiseite stellen. Den Bratensatz mit etwas Rinderfond, Brühe, Rotweinessig und Portwein loskochen. Einige Minuten einkochen, bis die Soße fast sirupartig ist, mit etwas Salz, Pfeffer und Balsamico würzen, dann das Fleisch in die Pfanne zurückgeben und darin schwenken.
Schließlich die tropfnassen Nudeln in der Käsesoße wenden, den geriebenen Parmesan unterrühren und auf vorgewärmten Tellern verteilen. Das Fleisch mit der Soße darauf anrichten. Zum Schluss die fein geschnittene Minze darüberstreuen.
So und jetzt schaue ich bei Euch, was ihr die letzten zwei Wochen Schönes gekocht habt und dann verschwinde ich in meiner Küche und mache ein Brathähnchen mit viel, viel Butter und Knoblauch

Dienstag, 11. Mai 2010

Nachgekocht: Asparagi alla Milanese


Letzte Woche gab es „Asparagi alla Milanese“ bei Mestolo. Das hat mir sofort gefallen, ein schönes puristisches Gericht mit tollen Zutaten. Außerdem habe ich noch nie Spargel gebraten und war recht gespannt darauf, wie das schmecken wird.

Ich fand es noch leckerer als gekochten Spargel. Da ich weißen Spargel zu Hause hatte, wurde es eben der…Ich kann mir aber vorstellen, dass der grüne Spargel mit seinem nussigen Geschmack besonders gut gebraten schmeckt.

Hier – für die Übersicht - noch einmal das Rezept von Mestolo:

500g grünen Spargel
2 Eier
Parmesan
Butter

Den Spargel, wenn nötig im unteren Drittel schälen und in der Pfanne braten. Die Butter zerlassen und vorsichtig bräunen. Zwei Spiegeleier braten. Den Spargel auf vorgewärmten Tellern anrichten, mit der Butter begießen und dem Parmesan bestreuen.

Wie Ihr seht habe ich uns noch ein paar Austernpilze dazu gebraten und mit Fleur de Sel bestreut. Das gibt es auf jeden Fall mal wieder...


Dienstag, 4. Mai 2010

Vor dem Sommer noch was mit Meerrettich

Ich finde es total schön, wenn in der Küche auf dem Herd ein großer Topf mit Fleischbrühe vor sich hin brodelt. Da ist es mir egal ob es kalt ist oder warm, Brühe brauche ich immer.


Selten hatte ich aber Kochfleisch in so fantastischer Qualität wie das hier. Das war einfach Glück, denn es ließ sich nach dem Kochen ganz einfach auf der Zunge zerdrücken und genießen.

Und deshalb war es auch der perfekte Partner, um endlich eine Merrettichsauce aus meinem Schuhbeck`schen Rezeptfundus auszuprobieren, die schon lange auf meiner Liste stand. 

Meerrettichsauce:
1-2 mehlige Kartoffeln (ca. 150 g)
2 TL Puderzucker
100 ml Weißwein
500ml Brühe
200g Sahne
frisch geriebener Meerrettich, nach Geschmack (altern. 2 EL Meerrettich aus dem Glas)
20g kalte Butter
Salz

500 ml Brühe in einen kleinen Topf geben. Die Kartoffeln schälen und würfeln und in 10-15 min. darin bei kleiner Hitze weich garen.
Den Puderzucker in einem kleinen Topf hell karamellisieren, mit Weißwein ablöschen und auf ein Drittel einkochen lassen. Die Brühe mit den Kartoffelwürfeln, der Sahne und dem Meerrettich zum Weißwein geben und zu einer sämigen Sauce pürieren. Die Butter untermixen und alles mit Salz abschmecken. Dazu schmecken Kartoffeln und etwas Frühlingsgemüse.

Die Sauce kommt in mein Standardprogramm, sie schmeckt gut und hat eine schöne Konsistenz. Man kann sie (ohne Meerrettich) auch gut abwandeln, z.B. mit Zitrone, Zitronenschale und Knoblauch.

Sonntag, 2. Mai 2010

Pasta mit Fleischbällchen und Erbsen

Im Frühjahr gehören Schalerbsen zu meinen Lieblingsgemüsen. Laut Larousse Gastronomique waren sie besonders im 17. Jahrhundert in Frankreich beliebt, nachdem der Küchenchef Ludwigs XIV. neue Erbsensorten aus Italien mitgebracht hatte.


Und noch heute stammen die frischen Schalerbsen, die momentan bei uns auf dem Markt angeboten werden vor allem aus Frankreich und manchmal auch aus Spanien.

Schalerbsen sind wahre Schönheiten, oder? Die Samen lassen sich ganz leicht aus der (nicht genießbaren) Hülse lösen. das macht fast keine Arbeit.


Aus meinem Kilogramm Hülsen "ernetete" ich ca. 200 g Erbsen, die - nachdem sie in Salzwasser gekocht wurden - so gut, frisch und süß schmecken, dass ich sie immer wieder gerne mache. Diesmal sollten sie in eine Pastasauce.

Die gut gewürzten Fleischbällchen aus Rinderhack habe ich einige Minuten in Olivenöl angebraten und aus der Pfanne genommen. Dann etwas Knoblauch darin anbraten und einen Becker Sahne, einen halben Becher Brühe und den Saft einer kleinen halben Zitrone in die Pfanne geben. Die Sauce ein paar Minuten einkochen lassen und abschmecken. Dann können die Bällchen wieder dazu und alles sollte nur noch ziehen, bis die Pasta gar ist. Ganz zum Schluss kommen die vorgekochten Erbsen unter die Sauce.


Die Sauce mit Parmesan unter die Pasta rühren. Total lecker...