Donnerstag, 30. September 2010

Schokoladenbrownies à la Jamie Oliver

Supersündige, kalorienstrotzende, schokoladige, nussige Brownies. Das Rezept habe ich vor Jahren in einem Kochbuch von Jamie Oliver entdeckt und seitdem immer wieder gebacken. Sie sind wunderbar feucht und schwer. Gekaufte Brownies sind mir oft viel zu staubig und trocken. Diese esse ich wie Pralinen, nicht zu viel auf einmal, dafür aber mit massenhaft Genuss. Kühl gelagert halten sie sich jedenfalls gut 10 Tage, danach war bis jetzt immer spätestens alles aufgenascht :-)


Zutaten:
250g Butter
200g Bitterschokolade (70% Kakaoanteil)
150g gehackte Nüsse
80g Kakaopulver, gesiebt
65g Mehl, gesiebt
1 TL Backpulver
350g extrafeiner Zucker
4 große Bioeier


Den Ofen auf 180° vorheizen. Eine rechteckige Backform mit ca. 30cm Größe mit Backpapier auskleiden.

Die Butter und die Schokolade auf dem heißen Wasserbad in einer Schüssel schmelzen lassen. Die Mischung glatt rühren und die Nüsse untermengen. Ich nehme gerne Pekan- und Macadamianüsse. In einer zweiten Schüssel das Kakaopulver  mit dem Mehl, Backpulver und Zucker mischen und anschließend unter die Schokomasse ziehen. Die Eier verschlagen und ebenfalls unterrühren. Zum Schluss sollte die Masse glatt und geschmeidig sein.

Den Teig in die Form füllen und für 25 Minuten in den Ofen schieben, empfiehlt Herr Oliver Mir ist das zu kurz. Ich backe den Kuchen ca. 40 Minuten und dann sind die Brownies perfekt. Sie sollen innen noch feucht und klebrig sein. Den Kuchen in der Form abkühlen lassen und in quadratische Stücke schneiden.
Quelle: Besser kochen mit Jamie

Donnerstag, 16. September 2010

Pfannkuchentorte mit Erbsen


Eline machte letztens eine köstlich aussehende Eierschwammerltarte, da wußte ich gleich, dass ich so etwas ähnliches bald nachbauen muss. Pilze gehen nur halt bei uns leider gar nicht. Meine Tochter würde es mir nie verzeihen, wenn ich eine ihrer bevorzugten Speisen (Pfannkuchen) mit so etwas "fürchterlichem" wie Pilzen servieren würde. Also dann eben das Kinder-Lieblingsgemüse bei uns: Erbsen. So etwas wie die Allzweckwaffe in unserer Familie, wenn auch die Kinder mal etwas Grünes essen sollen.

Die Zubereitung ist ganz einfach. Man braucht ca. 5-6 dünne Pfannkuchen. Die tiefgekühlten Erbsen habe ich gekocht und dann mit etwas Bechamelsauce, Salz und Käse püriert bis ich eine grobstückige Paste zum Bestreichen der Pfannkuchen hatte. Dann werden die Lagen geschichtet: Pfannkuchen, Erbsenpaste, geriebenen Mozzarella, Pfannkuchen etc... Abgeschlossen wird mit einem Pfannkuchen, der mit Käse und Butterflöckchen bestreut wird.


Die so aufgehäuften Pfannkuchen kommen dann gut 20 Minuten in den Backofen, bis sie goldgelb überbacken sind.

Samstag, 11. September 2010

Radicchiognocchi mit Salbeibutter


Ganz anderes Programm als die Grünkernbratlinge von gestern. Ich wollte Euch ja nicht verschrecken damit, ich esse sowas wirklich gerne ab und zu :-). Naja, aber Gnocchi mit viel Butter und Parmesan sind mir natürlich auch lieber. Diese Radicchiognocchi habe ich in dem Kochbuch Cucina verde entdeckt und mich gleich verliebt. Es geht sehr einfach und schmeckt fantastisch. Ich stelle zunehmend fest, dass mir Gnocchi, die etwas Gemüse enthalten, eigentlich noch besser schmecken als die "Normalen". Auch Tonis Auberginengnocchi schmecken fantastisch und ich werde weiter mit Gemüse und Gnocchiteig experimentieren. Mal sehen, was mir da noch alles einfällt.

Zutaten
200g Radicchio
2 EL Olivenöl
600g mehlige Kartoffeln
150g Mehl
1 Ei
50g Butter
50g geriebener Parmesan
frische Salbeiblätter
Salz, schwarzer Pfeffer

Radicchio waschen und in feine Streifen schneiden. In einer Pfanne mit dem Olivenöl ca. 10 Minuten dünsten.


Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und im sprudelnden Salzwasser kochen. Abgießen, auskühlen lassen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit Mehl, Ei und dem gedünsteten Radicchio (den ich zusätzlich in der Küchenmaschine noch etwas zerleinert habe) vermengen.


Die Masse zu fingerdicken Rollen formen und diese mit dem Messer in ca. 1,5 cm lange Stücke zerteilen.

Gnocchi in sprudelndem Salzwasser so lange garen, bis sie an die Oberfläche kommen. Mit der Schöpfkelle herausnehmen und in einer Pfanne mit heißer Butter und angebratenem Salbei wenden. Auf einen Teller geben und sofort mit Parmesan, Salz und Pfeffer bestreuen.

Freitag, 10. September 2010

Vegetarischer Klassiker: Grünkernbratlinge



Ende der 80er Jahre jobbte ich während des Studiums in einem Bioladen. Das waren noch Zeiten… Bio wurde wenig wichtig genommen und viele hielten die „Ökos“, wie man damals jedenfalls bei uns sagte, für Spinner. So hatte ich auch mit einigen Vorurteilen zu kämpfen, da es viele Jobs gab, die weitaus „cooler“ waren. Manche Kunden waren schon speziell, es gab z.B. eine, die jedes Lebensmittel, das sie kaufen wollte in aller Gemütsruhe auspendelte und dann auf einen Gut-und Schlecht-Stapel sortierte. Das dauerte manchmal eine Stunde, bis sie mit ihrem "Einkauf" fertig war...
Aber mir hat es gefallen, ich ernährte mich schon gerne bewusst und hatte auch eine gewisse Neugier auf Lebensmittel, die mir zu Beginn des Jobs völlig unbekannt waren, wie Tofu oder eben auch Grünkern. Meine Chefin machte die Grünkernbratlinge am Wochenanfang selbst und verkaufte sie dann zum Mitnehmen. Ich mochte es von Anfang an und backe sie heute auch noch gerne, selbst meine Familie mag sie gemeinsam mit Kartoffelsalat oder Gurkensalat. Die Würzung (mit Sambal und Kreuzkümmel) ist ganz klar meinem heutigen Geschmack angepasst, so was hätte es damals in Franken nicht gegeben…


Zutaten:
400ml Gemüsebrühe
200g Grünkern, grob geschrotet
1 große Zwiebel, sehr fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 EL Sambal oelek
1-2 EL Kreuzkümmel, frisch gemörsert
Salz
2 Eier

Die Gemüsebrühe zum Kochen bringen. Den geschroteten Grünkern unterrühren und bei kleiner Hitze köcheln lassen. Ab und zu umrühren und aufpassen, dass sich der Getreidebrei nicht am Boden des Topfes festsetzt. Nach 15 Minuten die Herdplatte ausstellen und das Getreide noch weiter quellen und abkühlen lassen.
Wenn der Grünkern kalt ist, die restlichen Zutaten unterrühren. Aus der Masse kleine Bratlinge formen und in der heißen Pfanne in etwas Öl anbraten. Das dauert ca. 4-5 Minuten von jeder Seite.